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Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten und Informationen aus Österreich, Europa und der Welt zu aktuellen Entwicklungen unter anderem in den Bereichen »Public Value«, »öffentlich-rechtliche Medien«, sowie »Qualitätsjournalismus«.
 
2017-02-13


Laut einer repräsentativen Studie zur “Glaubwürdigkeit der Medien” in Deutschland, die infratest dimap im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks im Dezember 2016 durchgeführt hat, gehören öffentlich-rechtliches Radio (74%) und öffentlich-rechtliches Fernsehen (72%) zu den Medien, die von den Befragten am glaubwürdigsten eingestuft wurden. Dagegen fällt das Urteil der Befragten über die Glaubwürdigkeit sozialer Medien sehr drastisch aus: Nur 8 Prozent halten diese für glaubwürdig.
 
Die Studie zeigt auch, dass öffentlich-rechtliches Fernsehen mit 34 Prozent Hauptinformationsquelle über das politische Geschehen genutzt werden, gefolgt von Tageszeitungen (26%) und dem Internet allgemein (16%).
Jedoch herrscht Skepsis gegenüber politischen Einflüssen auf die Berichterstattung in deutschen Medien: 42 Prozent der Befragten glauben an politischen Vorgaben, 54 Prozent glauben dies nicht.

[Zum Artikel auf WDR.de]

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2017-02-10

Mit dem vorliegenden Vorschlag für Änderungen des ORF-Angebots in Sozialen Medien soll der öffentlich-rechtliche Mehrwert des ORF-Angebots in Sozialen Medien gestärkt werden, insbesondere das Angebot teilweise ergänzt und besser auffindbar gestaltet werden. Damit verbunden ist die Bereitstellung von kommerzieller Kommunikation, welche die finanziellen Rahmenbedingungen für die Stärkung des Public-Value fördern kann.

Mit dem gegenständlichen Vorschlag für Änderungen des ORF-Angebots in Sozialen Medien kommt der ORF seiner Verpflichtung nach, eine Auftragsvorprüfung durchzuführen. Mit der Veröffentlichung unterzieht der ORF
den Vorschlag dem „Vorverfahren“ zur Einleitung einer Auftragsvorprüfung und lädt alle vom geplanten Angebot Betroffenen ein, hierzu bis zum 31. März 2017 Stellung zu nehmen:

Postanschrift: ORF, Würzburggasse 30, 1136 Wien, Kennwort: „Auftragsvorprüfung“
E-mail: stellungnahmen@orf.at

Fristgerecht eingelangte Stellungnahmen werden – soweit nicht aufgrund der Vertraulichkeit von Daten ausdrücklich untersagt – auf dieser Website veröffentlicht. Vertrauliche Daten im Hinblick auf die Auswirkungen auf die
Wettbewerbssituation können direkt der Bundeswettbewerbsbehörde (Praterstraße 31, 1020 Wien) übermittelt werden.

Den Vorschlag für Änderungen des ORF-Angebots in Sozialen Medien finden Sie hier.

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2017-01-16

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) Frank Überall kritisiert im Interview mit dem „Deutschlandfunk“ den Ausschluss von Journalisten beim Kongress der europäischen Rechtspopulisten.


Zuvor hatte der AfD-Europapolitiker Markus Pretzell bekannt gegeben, dass u.a. öffentlich-rechtlichen Medien für den Kongress, der am 21. Jänner in Koblenz stattfinden wird, keine Akkreditierung erhalten würden, da „die Berichterstattung der Medien den journalistischen Grundsätzen nicht genügen“ würde.


DJV-Vorsitzender Überall ortet hinter diesem Vorgehen der AfD „Kalkül“ und warnt insbesondere vor den kommenden Wahlen (Bundestagswahl und Landtagswahl in Nordrhein-Westfahlen) vor einer „Trumpisierung“ der deutschen Politik. Er mahnt Journalist/innen im Umgang mit der AfD zur Besonnenheit: Medien sollten nicht mehr über jedes Stöckchen springen, was man ihnen hinhalte.

[Zum ganzen Interview im DLF]



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2017-01-11

Evgeny Morozov, the Belarusian writer and researcher well-known for his critical approach to digital technologies and Internet hypes, is looking behind the “fake news crisis” in his article “Moral panic over fake news hides the real enemy the digital giants”, which was recently published in The Guardian.

Media outlets as well as Politicians are facing serious problems with the emergence of the “fake news phenomenon”. They are having a massive impact on various social and political levels – as seen during the Brexit and the US – Elections 2016.
Will the fake news crisis be the cause of democracy’s collapse?

Politicians and media outlets tend to blame Russian hackers for the political turmoil of 2016, but are they missing the real evildoer in the mazy and highly complex World Wide Web?
Are they turning a blind eye to the doings of the digital giants such as Facebook and Google?

Just as in reality, capitalism also rules the Web 2.0. Digital capitalism makes the very existence of fake news worthwhile for the digital giants on whose platforms these fake information and allegations are displayed. As producing a click – worthy narrative and a responsive audience is the essence of dissemination of fake news.

One has to acknowledge that the fake news crisis derives from economic origins. Moreover the concerned persons and media outlets ought to stop blaming the Kremlin as the initiator of fake news.

Yet the digital giants are not the only ones to blame. Morozov also shifts the focus to the corruption of today’s expert based journalism. It can likely happen that Think Thanks accepting funds from foreign governments or a European Commissioner starting work at Wall Street after serving his term at the European Union can likely result in the skepticism of the citizens against the “experts”.

Morozov recalls a case when not even the renowned media outlet Washington Post has tried to double check the truth behind a story about Russian cyberattacks damaging a power grid in Vermont, USA and advises the representatives of media outlets to overthink their approach and be more self – reflexive when complaining about the loss of their credibility.

“Apparently, an economy ruled by online advertising has produced its own theory of truth: truth is whatever produces most eyeballs”, states Morozov.

As a solution, the author suggests to overthink the basics of digital capitalism.
Online advertising and its “click and share drive” need to be less central to how we live, work and communicate. Furthermore it is his opinion, that the citizens should be more involved in the decision making process instead of leaving the power to the experts and corporations.

You can read the full article here.


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2016-12-13

Die Österreicher vertrauen ihren Medien mehr als der EU-Durchschnitt, und zwar entlang aller Medienformen. Das ergab eine heute von der EU-Kommission veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage zu Medienpluralismus und Demokratie (Spezial Eurobarometer 452). So gaben 72% der Befragten in Österreich an, dass ihrer Ansicht nach die nationalen Medien vertrauenswürdige Informationen anbieten. EU-weit sagen das nur 53%. Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%). Eiinzig soziale Medien, Blogs und Videoportale werden nur von vier von zehn Befragten in Österreich (42%, EU28: 32%) als vertrauenswürdig eingestuft.

Dennoch ist die Beteiligung an Diskussionen im Internet entlang aller Altersgruppen und sozialer Schichten höher als im EU-Durchschnitt: 52% aller Befragten in Österreich geben an, dass sie Kommentare oder Artikel im Internet, Netzwerken oder Blogs posten, während es EU-weit gerade einmal 28% sind.
Für Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission in Österreich sind diese Zahlen ein deutlicher Beleg für den hohen Stellenwert, den Medien in Österreich genießen: "In einer immer komplexeren Welt ist professioneller Journalismus umso wichtiger, um Fakten und Unwahrheiten voneinander zu trennen. Das hohe Medienvertrauen in Österreich bringt daher auch Verantwortung für die Medienunternehmen mit sich." Er fügte hinzu: "Es geht mehr denn je darum, Sachverhalte zu prüfen und zu erläutern, während andere in den Sozialen Medien ohne Rücksicht auf die Wahrheit mit allen Mitteln Shares und Likes produzieren."
Für das Spezial-Eurobarometer wurden zwischen dem 24.09. und 2.10. insgesamt 1.026 Personen befragt, EU-weit knapp 28.000 Personen. Mit den Eurobarometern erhebt die EU seit über 40 Jahren das Meinungsbild zu vielfältigen Themen in der Europäischen Union und ihren Mitgliedsländern.

[Zum Eurobarometer]

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#Next Generation
Die Videoreihe „Next Generation“ ergänzt die Aussagen der ORF-Mitarbeiter/innen zu Medienqualität und -zukunft im Public Value Bericht 2016/17. Dazu hat das Public Value Kompetenzzentrum einige der jüngsten ORF-Mitarbeiter/innen gefragt, welche Erwartungen, Ansprüche und Forderungen sie an ein öffentlich-rechtliches Medium stellen – und wie Medienqualität im digitalen Europa produziert werden kann. Mehr dazu auf dieser Website.

[Zu den Videos]


»Qualität entfalten« - Der Public-Value-Bericht 2016/17
»Qualität entfalten« - Diesen Anspruch haben wir im aktuellen Public Value Report wörtlich genommen: Wie in den letzten Jahren geben zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus TV, Radio und Online Einblick in ihre Arbeit und begründen ihre persönliche Perspektive zu öffentlich-rechtlicher Qualität. Die jeweilige Rückseite der fünf Hefte zu den Qualitätsdimensionen des »Public Value« lässt sich zu einem Plakat entfalten, das ORF-Leistungen im Kontext thematisiert. [Zum Download]


Das Geheimnis der Farben
Fünf Qualitätsdimensionen und insgesamt 18 Leistungskategorien definieren ORF Public Value: abgeleitet aus dem ORF-Gesetz, den ORF-Programmrichtlinien, den ORF-Leitlinien sowie den aktuellen Anforderungsbedingungen in Gesellschaft und Medienentwicklung. [mehr]



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