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Mehr als ein Unterschied: ORF Sport+

#Veronika Dragon-Berger, Sendechefin von ORF Sport+


Der ORF hat gem. § 4b ORF-G nach Maßgabe der wirtschaftlichen Tragbarkeit ein Fernseh-Spartenprogramm mit insbesondere aktueller Berichterstattung über Sportarten und Sportbewerbe, denen üblicherweise in der österreichischen Medienberichterstattung kein breiter Raum zukommt, zu veranstalten. Schwerpunkte sollen Sportarten und -bewerbe sein, die in Österreich ausgeübt oder veranstaltet werden, oder an denen österreichische Sportler/innen oder Mannschaften teilnehmen. Mit der Berichterstattung über Sportarten, die in der Regel weniger im medialen Rampenlicht stehen, will ORF SPORT+ einen wichtigen Beitrag leisten, um die Vielfalt der österreichischen Sportlandschaft zu sichern und auszubauen.

Der seit dem 26.10.2011 gestartete Sportkanal ORF SPORT+ ist einzigartig in der Medienlandschaft in Österreich und bietet Informationen über sehr viele Sportarten in Österreich (im Jahr 2017 waren es 72 verschiedene Sportarten). Der Österreichbezug ist bei ORF SPORT+ zentral. In das Programm aufgenommen werden regionale (z.B. Fußball SV Pachern-GAK) und nationale Veranstaltungen österreichischer Sportverbände und Veranstalter, sowie internationale Sportbewerbe, bei denen österreichische Mannschaften oder Sportler/innen antreten. Mit ORF SPORT+ bekommen die Zuseher/innen Einblicke in die nationale und internationale Wettkampfszene von Sportarten, die oft erst am Beginn einer großen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit stehen.
Damit fördert ORF SPORT+ die Begeisterung für viele Sportarten und ist Katalysator für die positive Entwicklung dieser sogenannten Randsportarten. So sorgt ORF SPORT+ mit seinem vielfältigen Programm auch für viele Impulse gegen die in Österreich immer wieder kritisierte Bewegungsarmut der Kinder. Die Freude am Sport und der einfache Zugang wird in vielen Beiträgen transportiert und dient damit den Jugendlichen und Eltern auch als eine gewisse Basis für den Einstieg in den aktiven Sport. Das Interesse der Bevölkerung an aktiver sportlicher Bewegung soll gefördert werden. In der Programmplanung wird ein Mix aus internationalem und nationalem Spitzensport sowie Breitensport berücksichtigt. Von besonderer Bedeutung ist die Liveberichterstattung gepaart mit Analysen, einer ergänzenden Hintergrundberichterstattung und fachspezifischen Magazinen.

Mehrwert „ohne Grenzen“
In den Magazinen werden Zielgruppen angesprochen und Barrieren genommen. Speziell das Behindertensport Magazin „Ohne Grenzen“ ist hier Vorreiter, um Vorurteile in der Gesellschaft zu reduzieren und stellt die Protagonist/innen als Menschen wie „du und ich“ vor. Mit der Begleitung der Initiative für die tägliche Bewegungseinheit im Unterricht hat sich ORF SPORT+ in den letzten Jahren auch in den Dienst dieser vehement geforderten Maßnahme gestellt. Mittlerweile ist das Bewusstsein dafür in der Öffentlichkeit gewachsen. Ein Mehrwert, den ORF SPORT+ mit vielen Beiträgen in seinem Programm mitgetragen hat. Das Yogamagazin, das die Bevölkerung zum Mitmachen im Sinne der Gesundheitsvorsorge anregen soll, bildet einen programmlichen Fixpunkt.

Schwerpunkt Frauenfußball
ORF SPORT+ verpasst keinen Trend und setzt selbst Maßstäbe. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Programmierung der 25 Livespiele der Frauen-Fußballeuropameisterschaft aus den Niederlanden (16.07.–06.08.2017). Durch die großflächige Programmierung – bereits im Juni wurden Vorbereitungsspiele sowie alle Pressekonferenzen der Österreichischen Nationalmannschaft livegezeigt – verbunden mit dem Einzug der österreichischen Protagonistinnen bis ins Semifinale wurde der Stellenwert des Frauenfußballs in wenigen Wochen erheblich gesteigert.

Um den Schwerpunkt Frauenfußball weiterzuziehen wurde sowohl das Frauen-Champions- League-Spiel zwischen St. Pölten und Manchester City als auch erstmals ein Spiel der Frauen Bundesliga zwischen Landhaus und St. Pölten live gezeigt und ein monatliches Frauen-Fußballmagazin ausgestrahlt. Das Interesse am Rechteerwerb der Länderspiele der Fußball- Frauen-Nationalmannschaft und weiterer Live-Übertragungen der Frauen-Bundesliga und Frauen-Champions League ist für 2018 vorhanden. Die zukünftige Entwicklung des Frauenfußballs ist auch gesellschaftspolitisch eine zu beachtende Komponente.
Die Tatsache, auf kurzfristige Erfolge von österreichischen Mannschaften mit Live-Übertragungen reagieren zu können, ist ein wesentliches Merkmal des Sportspartenkanals. Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit: Die österreichische Hockey-Herren- Nationalmannschaft erreichte am Samstag, den 13.01.2018 um 21:53 Uhr den Finaleinzug bei der Europameisterschaft in Antwerpen. Nach einigen Telefonaten konnte Sonntag früh die Live-Übertragung fixiert und die Popularität dieser Randsportart gefördert werden. Flexibilität und Österreich in einem Sender – das ist ein öffentlich-rechtlicher Unterschied.



Public Value Bericht 2017/18