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Unabhängige Berichterstattung

Zoran Dobric, Thema

Transkription
Einen öffentlich-rechtlichen Sender, der über die wichtigsten Fragen des Lebens vor allem kritisch berichten würde, kann man sich in Afrika nur wünschen. Ein jedes der Länder hat einen staatlichen Fernseh- und Radiosender, doch es fehlt an der Kritik, an der Vielfalt und vor allem an der unabhängigen Berichterstattung. Dabei gibt es so viele offene Fragen, die man unter die journalistische Lupe stellen müsste und das wünscht sich die afrikanische Bevölkerung zu Recht. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist extrem tief. Die meisten in Afrika verfügen über nicht mehr als 70 Cent im Monat. Ein Liter Benzin in Uganda zum Beispiel, kostet 1,2 Euro. Die Lebenserwartung liegt zwischen 45 und 50 Jahren, nur zwei Prozent der Bevölkerung erreicht das 62. Lebensjahr. Das Gesundheitswesen ist katastrophal, es mangelt an Spitälern, an Ärzten, an Medikamenten. In Burkina Faso zum Beispiel, gibt es insgesamt 24 Augenärzte – 20 davon ordinieren in der Hauptstadt Ouagadougou. Es bleiben nur noch vier für mehr als zwölf Millionen Einwohner. Die Ausbildung ist extrem teuer und leistbar nur für Wohlhabende. Diese und viele andere Fragen in Afrika gehören unter die journalistische Lupe. Während die afrikanische Bevölkerung noch lange und hart für die Freiheit ihrer Medien kämpfen muss, sind in Europa seit Jahren Großkonzernbesitzer und Politiker bemüht, die Kontrolle über die Medien an sich zu reißen. Wir sollten nicht vergessen, dass die Freiheit der Medien und die unabhängige Berichterstattung eine der wichtigsten Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft sind.




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Vorarlberg heute
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Public Value Bericht 2017/18