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Literatur für das Radio

"Radio-Tirol-Spezial" über das Hörspiel im ORF

Transkription
Literatur für das Radio
[Jingle – Radio Tirol Spezial]

Radio Tirol Spezial am 1. Mai, am Tag der Arbeit, wir wollen Ihnen heute wieder einmal zeigen, wie bei uns gearbeitet wird, bei Radio Tirol. Sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag sind wir für Sie da mit einem breit gefächerten Angebot. Zu diesem Angebot gehört zum Beispiel auch das Hörspiel. Das ORF-Landesstudio Tirol hat neben Wien die längste Hörspiel-Tradition des österreichischen Rundfunks. Mehr dazu unter anderem in der kommenden halben Stunde in „Tirol Spezial“ am 1. Mai mit Michael Irsperger.

[Meine Musik, mein Land, mein Radio.]

In „Tirol Spezial“, heute am 1. Mai, am Tag der Arbeit. Was wird da alles getan und gearbeitet in ORF Radio Tirol? Neben dem Ö1 Funkhaus in Wien zum Beispiel hat das Radio Tirol Landesstudio die längste Hörspieltradition des österreichischen Rundfunks. Hier wird in Auftrag gegebene Literatur fürs Radio umgesetzt. Ein spannender Teil unseres öffentlich-rechtlichen Auftrags, allein die Liste in Tirol tätiger Hörspielautoren ist prominent. Felix Mitterer zum Beispiel, Raoul Schrott, Alois Hotschnig, Irene Prugger, Carolina Schutti und viele, viele mehr gehören zum Stamm der passionierten Hörspielschreiber. Martin Sailer versucht Ihnen nun den Zauber des Hörspiels nahe zu bringen:

Trotz vieler böser Zungen lebt es immer noch: Das Hörspiel. Die einzige Kunstform neben dem Feature, die das Radio hervorgebracht hat. Die Hörspieltradition ins alt, in den Archiven des ORF lagern insgesamt mehr als 20.000 Produktionen. Alleine über 800 davon in Tirol. Hier sind seit jeher Hörspiele produziert worden und so wie im gesamten Hörspielgeschehen hat diese Form immer wieder Änderungen erlebt. Zuerst regierte das Bühnenrepertoire in Hörspielform.

[Österreichischer Rundfunk, erstes Programm. Das große Welttheater. „Fuhrmann Henschel“, Schauspiel von Gerhart Hauptmann.]

Dann öffnete sich das Hörspiel mehr zu Originaltexten, die extra für dieses Genre geschrieben wurden. Das Hörspiel wurde experimentier- und formenfreudiger. Heute existieren die verschiedensten Macharten nebeneinander. Und die Freiheit, die dieses Medium dabei lässt, ist unüberbietbar.

[Urwaldgeräusche] So kann ich mich jetzt im Urwald bewegen. [Meeresrauschen] Ich kann aber auch unter Wasser tauchen.

Schauplätze, die im Film einzurichten Unsummen kosten würde, sind hier mit wenig Aufwand und viel Fantasie herstellbar. Und auch die Besetzung von Stücken ist leichter als auf der Bühne oder vor der Kamera. Denn die Stimme sieht man ja nicht, zu ihr kann man jede Figur hinzudenken, genießt zum Beispiel der versierte Schau- und Hörspieler Günther Lieder.

„Also ich habe schon schöne Menschen im Hörspiel gesprochen, aber noch nie einen schönen Menschen auf der Bühne gespielt. Ich habe schon kleine Menschen im Hörspiel gesprochen, was mir auf der Bühne nur unter großer Anstrengung mit eingeknickten Knien gelungen ist.“

Hörspiel ist in erster Linie Arbeit mit dem Hören, Arbeit an der Sprache und auch da sind Variationen ohne Ende möglich. Ein Beispiel? Brigitte Jaufenthaler führt es Ihnen vor:

„Naja ich könnte jetzt zum Beispiel einfach fragen, wohin wir nach dem Interview gehen. Also: Wohin gehen wir? Ganz einfach. Ich könnte aber zum Beispiel fragen: WOHIN gehen wir? Oder: Wohin GEHEN wir? Ich könnte auch fragen: Wohin gehen wir? [sehr ängstlich] Ich könnte auch sagen: Wohin gehen wir? [neugierig]“

Hörspiel, diese Kunstform ist unverwüstlich und erfreut sich wieder steigenden Interesses. Ö1 zum Beispiel zählt bei seinen Hörspielsendungen 100.000 Hörer pro Woche, die Tiroler Präsentationen im Studio 3 sind bestens besucht. Und eines eint dabei auch das Publikum: Es wundert sich nicht selten, wie schön und aufregend das Zuhören sein kann.

Martin Sailer über den Zauber des Hörspiels.




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