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© ORF/Ernst Kainerstorfer

Unterhaltung die Sinn macht

Schauspieler Cornelius Obonya

Transkription
Cornelius Obonya

Ich kann mich sehr gut unterhalten bei einer guten Nachrichtensendung und ich kann mich fürchterlich langweilen bei einer sogenannten „lustigen“ Show.
Das Maß überall zu finden – das ist es. Und natürlich einer Art von Auftrag gerecht zu werden insofern, als dass man sagt, man hüpft nicht jeden Blödsinn mit, der woanders gezeigt wird, sondern man versucht, eine Art von spezifischer Unterhaltung – das ist ein wahnsinnig weites und schweres Feld– zu zeigen, die im weitesten Sinn Sinn macht. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich versuche, was Spielfilme betrifft, ein Thema anzusprechen, wie die Ausländerintegration. Aber ohne, dass es öffentlich-rechtlich, mit einer Art Zeigefinger daherkommt, sondern dass es schlicht und ergreifend, ohne dass man es spürt, die Botschaft rüberbringt. Dazu brauchen Sie gute Bücher, dazu brauchen Sie Leute, die das produzieren und dazu brauchen sie die finanziellen Mittel und dann Redaktionen, die das aber dann auch senden wollen und zwar dann, wenn es tatsächlich geschaut wird.

Ich wünsche mir, dass der österreichische Rundfunk in der Zukunft dasteht wo er eigentlich mit Leichtigkeit stehen könnte, aber das ist eine Kombination von, nicht nur den Machern des österreichischen Rundfunks und auch denen, die das liebe Geld geben.

Ich würde mir wünschen, dass es Mut gibt dahingehend, gewisse Themen durchzuhalten, sie dem Zuschauer zuzumuten, sie auf Sendeplätze zu stellen, die tatsächlich auch gesehen werden und nicht irgendwann mal um ein Uhr früh.

Ich wünsche mir, dass der ORF mehr oder minder versucht, auch was die Finanzierung von der Politik, die im Öffentlich-Rechtlichen ja gegeben sein muss, aufzustehen und zu sagen: Okay, bis daher konnten wir uns mit Einfluss und Nicht-Einfluss, mit Geld oder Nicht-Geld ziemlich gut verbiegen, jetzt geht es nicht mehr, jetzt brauchen wir für das, wenn wir wirklich so produzieren wollen, wie viele viele Mitarbeiter des Hauses gern produzieren würden – speziell in der Unterhaltung, muss man einfach sagen – jetzt brauchen wir euch. Und dann nicht wieder das Kompromisserl machen und österreichische Lösung, sondern irgendwann auch einfach mal zu sagen: Bis hierher und nicht weiter. Jetzt gibt es eine Grenze, ab dann verlassen wir den öffentlich-rechtlichen Auftrag, wenn wir das nicht können. Daher helft uns, aber jetzt richtig.




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Public Value Bericht 2017/18