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VIDEO: Bericht zeigt Verbesserungsbedarf in Europa
Inclusion Indicators Report 2025
In Europa fehlt es an Daten zu Menschen mit intellektuellen Behinderungen. Die Non-Profit Organisation Inclusion Europe erhob deshalb eigene Daten und veröffentlichte zum dritten Mal den „Inclusion Indicators Report“. Dieser zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um die Inklusion in Europa zu verbessern.„Der ‚Inclusion Indicators Report 2025‘ basiert auf Daten aus sieben Bereichen des Lebens," erklärt Inge Volleberg, Autorin des Berichts. Besondere Aufmerksamkeit gelte der Bildung: „Während einige Länder in Europa ein gutes inklusives Bildungssystem haben, gibt es auch viele, in denen Kinder mit intellektuellen Behinderungen in Sonderschulen unterrichtet werden oder gar keine Bildung erhalten“, erläutert Volleberg und nennt Budgetkürzungen als zentralen Grund dafür.
Ein weiteres Ergebnis: Speziell für Menschen mit intellektuellen Behinderungen ist die Verfügbarkeit und der Zugang zu leicht verständlichen Wahlinformationen notwendig und unbedingt voranzutreiben. „Es ist entscheidend, dass Menschen mit kognitiven Behinderungen die Möglichkeit haben, zu verstehen, wofür und warum sie wählen“, betont Soufiane El Amrani, Selbstvertreter und Barrierefreiheits-Experte der Non-Profit-Organisation Inclusion Europe.
Für demokratische TeilhabeInclusion Europe fordert, dass Informationen in Einfacher Sprache in allen Lebensbereichen zugänglich sind. „Es ist wichtig, dass Menschen mit intellektueller Behinderung verstehen können, was der Arzt sagt oder welche Behördengänge notwendig sind“, erklärt Helena Lambsdorff, Kommunikationsbeauftragte von Inclusion Europe. Auch politische Informationen sollten in verständlicher Sprache verfügbar sein, um die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Ziel sei es, dass Menschen mit intellektueller Behinderung aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen können.
„Verständliche Informationen sind für alle wichtig – ob für Menschen mit Behinderungen, Migranten oder die breite Bevölkerung“, so Guillaume Jacquinot, Generalsekretär von Inclusion Europe. Für Jacquinot ist es entscheidend, dass Informationen für alle Menschen zugänglich sind, unabhängig von deren Hintergrund. Gerade bei Gesetzesvorhaben sollten komplizierte Texte vereinfacht werden: „Das ermöglicht mehr Bürgerbeteiligung und stärkt die Demokratie. Wenn alle mitreden und mitentscheiden können, profitiert am Ende die ganze Gesellschaft davon.“ Jacquinot bezeichnet barrierefreie Kommunikation als Schlüssel für eine inklusive Demokratie.
Der Bericht zu den „Inclusion Indicators 2025“ zeigt auf, dass es noch viel zu tun gibt, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Europa zu verbessern. Der Konsens lautet: Um die demokratische Teilhabe für alle zu sichern, besteht dringender Handlungsbedarf.
Anna Mark, ORF Nachrichten in Einfacher Sprache für ORF Wissen
Kamera: Marietta Trendl