DE | EN
DE | EN
Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten und Informationen aus Österreich, Europa und der Welt zu aktuellen Entwicklungen unter anderem in den Bereichen »Public Value«, »öffentlich-rechtliche Medien«, sowie »Qualitätsjournalismus«.
 
2017-05-18


Eine Studie des Europarats kommt zu dem Ergebnis, dass die öffentliche Geringschätzung gegenüber Journalisten zunimmt. Die Angst vor Ablehnung, aber auch vor Gewalt, Überwachung und Belästigung wirkt sich auf die Arbeit aus. Für die Studie Journalists under pressure – Unwarranted interference, fear and self-censorship in Europe wurden von den Forscherinnen Marilyn Clark und Anna Grech (Universität Malta) 940 Journalisten zwischen April und Juli 2016 aus den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates und Weißrussland befragt. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wie gefährlich die Arbeit der Journalisten sein kann und dass auch Angst vor ungerechtfertigter Einmischung die Pressefreiheit beeinträchtigen kann.

Journalisten erleiden hierbei sowohl psychische Gewalt als auch körperliche Bedrohungen. 69% der Journalisten berichteten von psychischer Gewalt, Verleumdung und Demütigung; in erster Linie in Form von Demütigung (48%), Einschüchterung (56%), Bedrohungen (41%) und Verleumdung (43%) durch öffentliche Behörden. Über die Hälfte der Journalisten wurde nach eigener Aussage schon mehr als einmal Opfer psychischer Gewalt.

Mehr Infos:
http://de.ejo-online.eu/pressefreiheit/journalismus-unter-druck-pressefreiheit-in-europa

[more]
2017-05-18


Die European Broadcasting Union (EBU) freut sich, ein neues TV-Talent-Wettbewerbsformat für Amateurchöre, Eurovision Choir of the Year, als Ergänzung der Eurovision Family of Events unter der Leitung des bekannten Eurovision Song Contest zu starten. Das Motto des Wettbewerbs ist dabei „Singing together brings Nations together.“

Die erste Ausgabe des Eurovision Chors des Jahres wird am 22. Juli in der Rigaer Arena in der lettischen Hauptstadt vom Gastgeber Broadcaster Latvian Television (LTV) und dem Riga Tourism Development Bureau (LIVE RIGA) produziert.

Chöre aus 9 EBU-Mitgliedsländern (Österreich, Belgien, Dänemark, Estland, Ungarn, Lettland, Deutschland, Slowenien und Wales) konkurrieren um den Titel. Die Sieger bekommen einen Plattenvertrag.

Jeder Chor wird in einem beliebigen Genre sechs Minuten ohne Begleitung spielen. Beurteilt wird der Chor von einer hochkarätigen Jury, darunter der britische Komponist John Rutter und die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča.


Teilnehmende Sender:
• ORF (Österreich)
• RTBF (Belgien)
• DR (Dänemark)
• ERR (Estland)
• MTVA (Ungarn)
• LTV (Lettland, Host Broadcaster)
• WDR (Deutschland)
• RTV (Slowenien)
• S4C (Wales)

Mehr Infos:
https://www.ebu.ch/news/2017/03/ebu-launches-eurovision-choir-of-the-year

[more]
2017-05-18


Wie eine repräsentative Umfrage für das Eurobarometer zeigt, ist das Vertrauen in die Medien 2016 stark.

Im Jahr 2016 vertrauen 55,7 Prozent der Deutschen der Presse, nur 38,8 Prozent misstrauen ihr. Dies geht aus den jüngsten Daten der jährlich stattfindenden repräsentativen Umfrage der Europäischen Kommission für das Eurobarometer hervor. Damit erreicht die deutsche Presse ihren bislang höchsten Wert, seit das Eurobarometer im Jahr 2000 begonnen hat danach zu fragt. Gegenüber 2015 konnte die Presse das in sie gesetzte Vertrauen um zehn Prozent steigern.
Auch dem Fernsehen vertrauen die Menschen in Deutschland wieder stärker als im Vorjahr. 60,5 Prozent der Deutschen geben an, dem Fernsehen zu vertrauen. Das ist eine Steigerung um fast sechs Prozentpunkte gegenüber 2015 und der höchste Wert seit 2001 im Eurobarometer.

Österreicher/innen kommentieren am meisten
In Österreich gaben 72% der Befragten in Österreich an, dass ihrer Ansicht nach die nationalen Medien vertrauenswürdige Informationen anbieten. EU-weit sagen das nur 53%. Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%). Einzig soziale Medien, Blogs und Videoportale werden nur von vier von zehn Befragten (42%, EU28: 32%) als vertrauenswürdig eingestuft. Dennoch ist die Beteiligung an Diskussionen im Internet entlang aller Altersgruppen und sozialer Schichten höher als im EU-Durchschnitt: 52% aller Befragten in Österreich geben an, dass sie Kommentare oder Artikel im Internet, Netzwerken oder Blogs posten, während es EU-weit gerade einmal 28% sind. Österreich ist somit der einzige Mitgliedstaat in der EU, in dem sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger an Diskussionen in sozialen Medien beteiligt.

Mehr Info:
 
http://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/medienvertrauen-so-hoch-wie-seit-15-jahren-nicht-mehr#!prettyPhoto

http://ec.europa.eu/COMMFrontOffice/publicopinion/index.cfm/Survey/getSurveyDetail/instruments/SPECIAL/surveyKy/2119

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161124_OTS0196/eurobarometer-oesterreicher-vertrauen-ihren-medien-mehr-als-eu-durchschnitt

[more]
2017-05-17


Welchen Einfluss Plattformen wie Facebook, Google, Twitter und Co. auf den Journalismus nehmen, haben Emily Bell, Direktorin des Tow Centers für Digitale Journalism an der Columbia University und Taylor Owen, Assistenzprofessor am Tow Center untersucht.

Dabei stellen sie fest, dass diese Plattformen längst nicht nur Informationen über ihre Kanäle verbreiten, sondern aktiv bestimmen würden, welches Publikum welche Inhalte erhalte, wer für die Aufmerksamkeit bezahle und welche journalistischen Inhalte und Formate besonders erfolgreich seien. So wäre ein Großteil der Artikelaufrufe, die über Links genereiert würden, von Facebook (45 Prozent) und Google (31 Prozent), wodurch diese Plattformen, so Bell und Owen in kürzester Zeit zu digitalen Verlegern geworden seien.


Besonders bedenklich für den Journalismus ist der durch undurchsichtige Algorithmen geleitete Nachrichtenverkehr, weil die ökonomische Logik und die Strukturen dieser Plattformen dazu führen würden, dass eher „Inhalte mit geringer Qualität“ verbreitet würden, wohingegen hochwertige journalistische Inhalte, wie investigative Recherche, oder Berichte über unterprivilegierte Gruppen, durch die „Scale und Shareability“-Logik dieser Systeme diskriminiert würden. Um Einseitigkeit in der Nachrichtenverbreitung zu vermeiden, würde es nach wie vor menschliche Redaktionen brauchen, die, im Gegensatz zu Agorithmen eine professionelle journalistische Auswahl treffen können.

Mehr Infos:
Artikel „Wie Facebook und Twitter den Journalismus kolonisieren“ von Stephan Russ-Mohl im „European Journalism Observatory“

Bell, Emily/Owen, Taylor: The Platform Press: How Silicon Valley reegineered journalism. In: Columbia Journalism Review, 29.03.2017


[more]
2017-04-07

„Was wir über die Welt wissen, erfahren wir aus den Medien“. Dieses Selbstverständnis der Journalistinnen und Journalisten wird zurzeit massiv erschüttert. Ob Lügenpressendebatte oder Vertrauensverlust: die Medien sind zur Reflexion gefordert. Doch was kann Medienkritik? Wie selbstkritisch sind Journalistinnen und Journalisten? Braucht es Bürgerjournalismus zur Journalismuskritik? Und: Lässt sich mit Medienberichten Medienkompetenz im digitalen Zeitalter fördern?

Ein DialogForum zur Präsentation des Public-Value-Berichts des ORF.

Donnerstag, 27. April, 19.00 Uhr
ORF RadioKulturhaus, Studio 3,
Argentinierstraße 30a, 1040 Wien

BEGRÜSSUNG:
Dr. Alexander Wrabetz, Generaldirektor des ORF

KEYNOTE
„DIE ZEHN GEBOTE DER MEDIENKRITIK“
Univ.-Prof. Dr. Fritz Hausjell, Universität Wien

DISKUSSION:
Helge Fahrnberger, „Kobuk“
Harald Fidler, „Der Standard“
Nadja Hahn, MSc, ORF-Medienmagazin
Mag.a Anna-Maria Wallner, „Die Presse“

Wir bitten Sie, uns unter (01) 878 78-14384 oder per E-Mail an praesentation@orf.at über Ihre Zu- oder Absage zu informieren.


Transparenz ist zentraler Bestandteil der ORF-Unternehmenskultur. Mit Ihrer Zusage bestätigen Sie, dass die Annahme dieser Einladung sachlich gerechtfertigt ist bzw. der Repräsentation dient. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Bild:© Logan Cyrus/afp

[more]
More entries:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12 



#Next Generation
Die Videoreihe „Next Generation“ ergänzt die Aussagen der ORF-Mitarbeiter/innen zu Medienqualität und -zukunft im Public Value Bericht 2016/17. Dazu hat das Public Value Kompetenzzentrum einige der jüngsten ORF-Mitarbeiter/innen gefragt, welche Erwartungen, Ansprüche und Forderungen sie an ein öffentlich-rechtliches Medium stellen – und wie Medienqualität im digitalen Europa produziert werden kann. Mehr dazu auf dieser Website.

[Zu den Videos]


»Qualität entfalten« - Der Public-Value-Bericht 2016/17
»Qualität entfalten« - Diesen Anspruch haben wir im aktuellen Public Value-Report wörtlich genommen: Wie in den letzten Jahren geben zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus TV, Radio und Online Einblick in ihre Arbeit und begründen ihre persönliche Perspektive zu öffentlich-rechtlicher Qualität. Die jeweilige Rückseite der fünf Hefte zu den Qualitätsdimensionen des »Public Value« lässt sich zu einem Plakat entfalten, das ORF-Leistungen im Kontext thematisiert.
[Zu den Downloads]

The Secret of the colors
Five quality dimensions and 18 performance categories define ORF public value. Those dimensions and categories derive from the ORF Act, ORF program guidelines, ORF mission statement as well as current demanded requirements by the society and the media development.  [more]


 
Texte 19