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Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten und Informationen aus Österreich, Europa und der Welt zu aktuellen Entwicklungen unter anderem in den Bereichen »Public Value«, »öffentlich-rechtliche Medien«, sowie »Qualitätsjournalismus«.
 
2016-09-28

Auf der Internet-Plattform “European Journalism Observatory“ liefert Autorin Marlis Prinzing eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Pressefreiheit in Europa. Obwohl Europas Journalist/innen im weltweiten Vergleich so frei und unabhängig arbeiten können wie sonst nur in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland, betont die Autorin, dass die Pressefreiheit auch hier ein angreifbares Recht bleibt.

Laut dem umfangreichen Bericht wird die Pressefreiheit in Teilen Europas auf unterschiedliche Weise gefährdet. Insbesondere drei Ursachen lassen sich laut der Autorin hervorheben: erstens Druck durch staatliche Übergriffe wie Zensur, Strafverfahren oder Zwangsübernahmen; zweitens wirtschaftlicher Druck etwa durch Medienkonzentration und Werbeboykotte; und drittens Druck als Folge von wachsenden Ängsten in der Bevölkerung – hervorgerufen sowohl durch die Flüchtlingskrise als auch durch Terroranschläge.

Problematisch ist die Situation beispielsweise in Polen und Ungarn, wo Prinzing die allgemeine Pressefreiheit durch legislative Maßnahmen der jeweiligen Regierungen – z.B. durch ein restriktives Mediengesetz und Personalveränderungen innerhalb der öffentlich-rechtlichen Medien – gefährdet sieht. In Frankreich, Italien und besonders stark in Griechenland ist die Pressefreiheit zudem durch die Tatsache, dass viele Medien Großkonzernen mit Geschäftsinteressen in diversen Branchen gehören, eingeschränkt. Und: Auch in der Türkei gibt es massive Probleme; Regierung und Justiz gehen dort massiv gegen kritische Berichterstattung inländischer und ausländischer Medien vor.

Den gesamten Bericht zur Pressefreiheit in Europa finden Sie hier.

Mehr zum Thema auch in "TEXTE 17: Why independence matters".

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2016-09-27

Welche gesellschaftliche Verantwortung haben Unternehmen? Den Grundstein für den Diskurs um die sogenannte „Corporate Social Responsibility“ (CSR) bildet das viel beachtete Pyramiden-Modell von Archie B. Carrol, das dieser vor rund 40 Jahren vorlegte. Carrol unterteilte die Verantwortung von Unternehmen dabei in vier Ebenen beginnend mit der ökonomischen gefolgt von der rechtlichen, ethischen und schließlich der philanthropischen.

Nach vier Jahrzehnten schlagen die beiden Wissenschafter Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL Leipzig Graduate School of Management und Universität St. Gallen) und Prof. em. Dr. Peter Gomez (Universität St. Gallen) in ihrem kürzlich veröffentlichten Artikel "Building Blocks for Alternative Four-Dimensional Pyramids of Corporate Social Responsibilities" deutliche Korrekturen am Pyramiden-Modell von Carroll vor. Ihr alternatives CRS-Modell baut auf dem Public-Value-Ansatz auf, erkennt also den Gemeinwohlgedanken als wesentliches Element für die Führung von Unternehmen an. Somit verschiebt sich der Fokus des CSR-Ansatzes von der ökonomischen Ausrichtung, erstmals klar auf die gesellschaftliche Wertschöpfung. "Mit unserer Neuausrichtung präsentieren wir einen besser begründeten und vor allem für die Praxis flexibleren Ansatz in der CSR-Forschung“, ist Meynhardt überzeugt.

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2016-09-27

In his blog post “Six Ways Editors Can Innovate (And Do Their Day Job)”, author Ville Seuri presents tips and techniques that allow news organizations to implement innovation whilst successfully running the business and meeting deadlines. In regards to combining the day-to-day job of journalism with the ability to lead innovation, Seuri comes up with a list of six major lessons – “think big”, “know your strength and your audience”, “prioritize”, “respect autonomy”, “take an interest in your staffers´ progress” and “simplify, communicate, listen, repeat” – that he believes one needs to follow in order to run a both successful and innovative newsroom.

In his paper “How to Lead Innovation and Still Keep Your Newsroom Working”, the author goes into more detail about the process of implementing change and innovation in such a difficult, stressful setting. He also emphasizes the importance of good communication: "Being innovative and effective at the same time does not work without having clear goals, and even the clearest of goals don’t work if they are not communicated effectively. Moreover, it is not enough that vertical communication works, newsroom managers will have to make sure communication also functions horizontally”, he states.

[See article in English]
[Deutsche Version des Artikels]


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2016-09-23

The BBC has been closely monitoring the Moldavian media landscape for years and is now reporting a dip in the country´s media freedom after a significant improvement in 2009-14. The British broadcaster cites concentrated media ownership as the main reason for the decline. Rival oligarchs frequently use TV channels under their control to attack each other. At the same time, a "media war" between Moldova and the separatist Dniester region continues, with Moldovan media blocked in the rebel region and vice versa. Television remains the country´s most popular medium, with the influence of the web growing and that of the press declining.

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2016-09-23

Das ZDF plant seine Kultur-News zukünftig online zu bündeln. Der Sender arbeitet momentan am Aufbau einer neuen Online-Plattform mit dem Schwerpunkt Kultur; verkündet wurden die neuen Pläne auf einer Produzentenkonferenz von Chefredakteur Peter Frey und Programmdirektor Norbert Himmler. Genaue Details zu dem Projekt wurden von den ZDF-Verantwortlichen jedoch noch nicht verraten.

Laut dem Welt-Blog “Medien morgen“ soll mit dem Digitalangebot das Ziel verfolgt werden, alle Kulturinhalte des Senders – also die des Hauptprogramms und die der Digitalkanäle - an einem Ort zu bündeln und damit dem Publikum leichter zugänglich zu machen. Die noch namenlose Plattform könnte auf diese Weise den TV-Sender ZDFkultur ersetzen, der am 30.September abgeschaltet wird.

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#Next Generation
Die Videoreihe „Next Generation“ ergänzt die Aussagen der ORF-Mitarbeiter/innen zu Medienqualität und -zukunft im Public Value Bericht 2016/17. Dazu hat das Public Value Kompetenzzentrum einige der jüngsten ORF-Mitarbeiter/innen gefragt, welche Erwartungen, Ansprüche und Forderungen sie an ein öffentlich-rechtliches Medium stellen – und wie Medienqualität im digitalen Europa produziert werden kann. Mehr dazu auf dieser Website.

[Zu den Videos]


»Qualität entfalten« - Der Public-Value-Bericht 2016/17
»Qualität entfalten« - Diesen Anspruch haben wir im aktuellen Public Value Report wörtlich genommen: Wie in den letzten Jahren geben zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus TV, Radio und Online Einblick in ihre Arbeit und begründen ihre persönliche Perspektive zu öffentlich-rechtlicher Qualität. Die jeweilige Rückseite der fünf Hefte zu den Qualitätsdimensionen des »Public Value« lässt sich zu einem Plakat entfalten, das ORF-Leistungen im Kontext thematisiert. [Zum Download]


Das Geheimnis der Farben
Fünf Qualitätsdimensionen und insgesamt 18 Leistungskategorien definieren ORF Public Value: abgeleitet aus dem ORF-Gesetz, den ORF-Programmrichtlinien, den ORF-Leitlinien sowie den aktuellen Anforderungsbedingungen in Gesellschaft und Medienentwicklung. [mehr]



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