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Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten und Informationen aus Österreich, Europa und der Welt zu aktuellen Entwicklungen unter anderem in den Bereichen »Public Value«, »öffentlich-rechtliche Medien«, sowie »Qualitätsjournalismus«.
 
2017-08-04

Online-Attacken gegen Journalist/innen treten in Österreich am ehesten bei den Themen Politik, Migration und Islam auf, wie eine gestern veröffentlichte Studie des International Press Institute (IPI) zeigt.

Welche Formen von Online-Beschimpfungen gegen Journalist/innen gibt es? Wann und wie treten sie auf? Wie gehen die einzelnen Journalist/innen damit um, und welchen Einfluss hat es auf ihren Beruf und ihr Privatleben? Das waren die Kernfragen der Studie, die das Phänomen "Hass im Netz" näher untersuchen wollte. Dazu wurden vier Monate lang (September - Dezember 2016) Online-Attacken auf Journalist/innen in Österreich untersucht. Neben dem Social-Media-Monitoring wurden qualitative Interviews mit Expert/innen und betroffenen Journalist/innen durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass Online-Attacken in diesem Zeitraum insbesondere auf Facebook und im Kontext von Postings der FPÖ stattgefunden hätten.

Für betroffenen Journalist/innen würden Beschimpfungen zwar eine starke Belastung bedeuten, jedoch nach eigenen Angaben nicht zur Selbstzensur führen.

Zu den vom IPI empfohlenen Maßnahmen gehören psychologische Unterstützung, offene Thematisierung des Problems in der Redaktion und klar kommunizierte Ansprechpartner/innen für betroffene Journalist/innen.

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2017-08-04

Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts für Angewandte Medienwissenschaft des ZHAW in Winterthur, die die Debatte in medienkritischen Online-Beiträgen um den mediale Service Public untersucht hat. Das berichtet Mirco Saner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am oben genannten Institut auf European Journalism Observatory.

Medienkritik wird dann als kompetenz-, vertrauens- und schließlich als demokratiefördernd angesehen, wenn neben der reinen Kritik auch konstruktive, lösungsorientierte Elemente zu finden sind.

Die Analyse von rund 400 medienkritischen Online-Beiträgen im ersten Quartal 2016 zeige jedoch, dass Medienkritik häufig wenig demokratiefördernde Merkmale besitze. Dies träfe insbesondere auf Beiträge von jenen Medien zu, die kein entsprechendes Medienressort besäßen oder keine personelle Zuständigkeit für Medienkritik ausgewiesen hätten. Bei diesen Beiträgen konnte laut Saner, häufig eine negative Tonalität des Beitrags, sowie eine individuelle Meinungspräferenzen festgestellt werden.

Doch auch bei Beiträgen von Online-Fachpublikationen würde der demokratiefördernde Charakter überwiegend fehlen. Dies sei vor dem Hintergrund, dass 80 Prozent der Medienkritik zum Service Public von Kanälen mit nicht-institutionalisierter Medienkritik oder von Online-Fachpublikationen stammten, besonders kritisch zu sehen, so Saner.

[Zum Artikel von Mirco Saner auf EJO]

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2017-08-03

The BBC and Microsoft have built an experimental version of BBC iPlayer that makes it possible to sign into BBC services using their unique voiceprint. The artificial intelligence (AI) version is a bit of a jump from the current version that has recently begun asking viewers to sign in to confirm they hold a TV Licence.

"Artificial intelligence and voice interaction are fast-developing technologies that could have interesting use-cases in TV. For our experiment, we wanted to explore how your TV - just by hearing the unique sound of your voice - could give people a more intuitive and more personal service in the future," explains Cyrus Saihan, Head of Digital Partnerships. Saihan points to the growing popularity of voice controlled devices including Amazon's Alexa, Apple's Siri, Google's Assistant and Microsoft's Cortana, which suggest voice control may become a popular means of controlling devices.

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2017-08-03

Parks Associates estimates smart TV penetration will reach 57% in Western Europe this year. This growth comes as the connectivity rates for smart TV are also increasing; in the US, 82% of smart TV owners connect their device to the Internet. New use cases for connected CE, including smart home applications, are helping device owners find new value in their connected devices. "The TV's role in the home is evolving," said Brad Russell, research analyst, Parks Associates. "Smart TVs are a source of entertainment independent of the set-top box and other connected streaming media devices. They are becoming an interface for smart home devices and a viewing platform for video streams from networked security cameras and video doorbells".

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2017-07-14

Eine kürzlich veröffentlichte Studie liefert interessante Ergebnisse über die österreichische Youtube-Landschaft. Bei den meistabonnierten YouTube-Kanälen in Österreich kommt inhaltlich vor allem eines zu kurz: gesellschaftspolitische Themen. Stattdessen dominieren Themen aus den Bereichen "Entertainment", "Gaming", "Music", "People & Blogs" und "HowTo & Style" das Angebot der Top 100 der österreichischen Youtube-Kanälen. Die Studie "Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Youtube-Channels in Österreich" wurde vonFachhochschule St. Pölten im Auftrag der RTR(-GmbH) durchgeführt und am Mittwoch präsentiert. "Als Masseninformationsmedium spielt Youtube überhaupt keine Rolle", erklärte Studienautor Andreas Gebesmair laut derStandard.at. So lasse sich kein einziger Kanal der Kategorie "Information" zuordnen und es passiere "viel Schrott" auf Youtube, so Gebesmair, der auch vor der Gefahr von Fake News warnt die dort zirkulieren.

Explizites Ziel der Studie ist es eine Überblick über das "Channel-Angebot auf Youtube in Österreich zu bieten". Neben einer ökonomischen Bewertung des Angebots wurde auch der "Public Value" dieser Medienangebote untersucht. Während die ökomische Bewertung des österreichischen Top 100 Kanäle gespalten ausfällt - nur 44 der 100 Kanäle liefern ein "existenzsicherndes, monatliches Einkommen von 1.000 bzw. 2.500 Euro" - fällt die Bewertung des Public Values, also des gesellschaftlichen Mehrwerts, der meistabonnierten Kanäle eindeutig aus: Ein Österreich-Bezug bzw. ein Bezug zu Regionen existiere "so gut wie nicht", weder sprachlich noch inhaltlich; trotz eines enormen "Bewegtbild-Angebots" durch Youtube sei kaum Vielfalt zu erkennen, so gäbe es keine Kanäle in Österreich die der Kategorie "News & Politics" zuzuordnen seien, stattdessen würde eine "Dominanz einer konsumistischen Einstellung" herrschen; und die Mehrheit der untersuchten Videos (54 von 100) enthielten keine Kennzeichnung von Produktplatzierungen.

Gesellschaftspolitische Relevanz bekommen diese Ergebnisse vor allem deshalb, weil laut der kürzlich veröffentlichten "Bewegtbildstudie 2017" der RTR, Youtube zur meistgenutzten Videoplattform in Österreich, insbesondere bei den 14- bis 29-jährigen gehört.

Gerade deshalb plant der ORF die Einrichtung eines eigenen Youtube-Kanals, um als öffentlich-rechtliches Medium Präsenz auf dieser Plattform zu zeigen. Damit könnte auch dem inhaltliche Ungleichgewicht der österreichischen Youtube-Angebote entgegenwirkt werden. Der dementsprechende "Vorschlag für Änderungen des ORF-Angebots für Soziale Medien" liegt bereits bei der Medienbehörde KommAustria zur Prüfung.

Dass derzeit vor allem Entertainment im Vordergrund steht, zeigt auch der österreichische Youtube-Künstler KsFreakWhatelse alias Marcel Dähne, der hinter Red Bull zu den meistabonnierten Youtube-Kanälen Österreichs zählt. Sein erklärtes Ziel ist es zu unterhalten, wie er beim ORF-DialogForum "Generation What" 2016 sagte. Dort fällte er auch ein eindeutiges Urteil über seine Generation "Die Zielgruppe ist sehr sehr leicht zu beeinflussen. Alles was ich sage ist Fakt."

Mehr Infos:

Studie der FH St. Pölten "Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Youtube-Channels in Österreich"
"Bewegtbildstudie 2017" RTR
Artikel auf derStandard.at
DialogForum "Generation What" mit KSFreak
Link zum "Vorschlag für Änderungen des ORF-Angebots für Soziale Medien"




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#Next Generation
Die Videoreihe „Next Generation“ ergänzt die Aussagen der ORF-Mitarbeiter/innen zu Medienqualität und -zukunft im Public Value Bericht 2016/17. Dazu hat das Public Value Kompetenzzentrum einige der jüngsten ORF-Mitarbeiter/innen gefragt, welche Erwartungen, Ansprüche und Forderungen sie an ein öffentlich-rechtliches Medium stellen – und wie Medienqualität im digitalen Europa produziert werden kann. Mehr dazu auf dieser Website.

[Zu den Videos]


»Qualität entfalten« - Der Public-Value-Bericht 2016/17
»Qualität entfalten« - Diesen Anspruch haben wir im aktuellen Public Value Report wörtlich genommen: Wie in den letzten Jahren geben zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus TV, Radio und Online Einblick in ihre Arbeit und begründen ihre persönliche Perspektive zu öffentlich-rechtlicher Qualität. Die jeweilige Rückseite der fünf Hefte zu den Qualitätsdimensionen des »Public Value« lässt sich zu einem Plakat entfalten, das ORF-Leistungen im Kontext thematisiert. [Zum Download]


Das Geheimnis der Farben
Fünf Qualitätsdimensionen und insgesamt 18 Leistungskategorien definieren ORF Public Value: abgeleitet aus dem ORF-Gesetz, den ORF-Programmrichtlinien, den ORF-Leitlinien sowie den aktuellen Anforderungsbedingungen in Gesellschaft und Medienentwicklung. [mehr]



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