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Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten und Informationen aus Österreich, Europa und der Welt zu aktuellen Entwicklungen unter anderem in den Bereichen »Public Value«, »öffentlich-rechtliche Medien«, sowie »Qualitätsjournalismus«.
 
2019-05-06

Seit 1.April hat ORF.at seinen Facebook Auftritt eingestellt . Die Entscheidung polarisiert und zeigt ein weiteres Mal das schwierige Verhältnis von Öffentlich-Rechtlichen zu Soziale Media auf. Sollte der ORF diese Plattformen für sich nützen, um sachliche Berichterstattung in Zeiten von Fake News zu bieten und das junge Publikum anzusprechen? Oder lässt sich der öffentlich-rechtliche Auftrag mit den Praktiken von Facebook nicht vereinbaren?

Bereits im Vorjahr wurde eine Reorganisation des ORF-Facebook-Auftritts beschlossen, mit dem Ziel die Social-Media-Ressourcen des gesamten ORFs zu bündeln und Seiten einzelner Sendungen in Plattformen der Sender ORFeins und ORF 2 zusammenzufassen. Damit zieht sich der ORF zwar nicht komplett aus den Sozialen Medien zurück, setzt allerdings ein klares Zeichen in eine Richtung. Christian Körber, Nachrichtendirektor und Facebook-Projektleiter von ORF.at, begründet die Entscheidung den ORF.at-Facebook-Kanal zu schließen gegenüber der NZZ mit folgenden Worten: "Facebook ist nicht das einfachste Biotop für seriöse Nachrichtenmedien: ein Kooperationspartner, der gleichzeitig Konkurrent ist, der seine Spielregeln nicht kommuniziert und ständig ändert - und wo mittlerweile jene tendenziell die besseren Karten haben, die auf Emotionen setzen, Affekte bedienen und Empörung bewirtschaften."

Leute näher zusammenbringen
Facebook schraubt im Hintergrund laufend an seinen Algorithmus und macht es damit vor allem Seiten nicht leicht, eine konstante Social-Media-Strategie aufzubauen. 2017, in dem Jahr als ORF.at seinen Facebook Auftritt startete, verkündete Mark Zuckerberg "Leute näher zusammenbringen zu wollen". Das hieß schlicht und ergreifend, Seiteninhalte - eben auch jene von Medien - bei der Verbreitung deutlich herunterzufahren. Diese Algorithmus-änderung führten nicht nur zu Startschwierigkeiten für ORF.at, sondern traf auch klassische Medien, die weitreichend in ihren Social-Media-Auftritt investierten.

Mehr News statt Fake News
Und dann wäre da noch das Problem Fake News, das in den Sozialen Medien seinen Ursprung hat. "Provokateure und Propagandisten nutzen Social Media, um bewusst Falschmeldungen und Verzerrungen zu veröffentlichen. Zu oft erreichen sie damit ein Millionenpublikum. Politische Parteien nutzen Social Media, um ungefiltert mit ihren Wählern zu kommunizieren.", schreibt Patrick Swanson, Leiter des ZiB Social Media Team, im Public Value Bericht 2017/18. Entgegen der Entwicklungen von ORF.at, bleibt die Seite der Zeit im Bild eigenständig erhalten. Mit 521.631 Abonent/innen ist sie die größte Nachrichtenseite des ORF auf dieser Plattform. Gerade weil Propagandisten und politische Akteure versuchen über Soziale Medien den kritischen Journalismus zu umgehen, ist das Zeit im Bild Team darum bemüht glaubwürdige, seriöse und unparteiische Nachrichten auf Facebook zur Verfügung zu stellen. "Wo andere polarisieren wollen, wollen wir unterscheiden - in wahr und unwahr, in wichtig und unwichtig, in Sinn und Unsinn", so Swanson.

Fakt ist, Soziale Netzwerke sind zu einem zentralen Ort der Debatte für einen großen Teil der Gesellschaft geworden. Wenn sich öffentlich-rechtliche Medien dafür entscheiden digitale Fremdplattformen, wie Facebook oder Instagram, zu bespielen, stehen sie vor der Herausforderung, verantwortungsvolle Berichterstattung zu liefern, ohne in die Falle dieser kommerziellen Plattformen zu tappen, die vor allem Emotionalisierung und Empörungsbewirtschaftung begünstigen.

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2019-05-02

In wenigen Tagen entscheidet Europa über seine Zukunft. Wird es eine "Festung Europa" sein oder doch ein offener, multikultureller Raum? Wagen wir "mehr Demokratie" oder setzen sich Populismus und autoritäre Politikmuster durch?

Vor allem aber:

Was ist Europa mehr als Wahlen? Was wäre denkbar, vorstell- und gestaltbar? Wie könnte sich eine lebendige europäische Öffentlichkeit entwickeln und welche Rolle spielen dabei öffentlich-rechtliche Medien?

DISKUSSION:

Ulrike Guérot, Politikwissenschafterin, Gründerin des "European Democracy Lab"

Ernst Gelegs, ORF-Korrespondent in Budapest

Johannes Hillje, Politikberater und Autor von "Plattform Europa"

Atte Jääskeläinen, LUT Universität Finnland, Autor des EBU News Reports 2018: "Building Audience and Trust"

Maria Mayrhofer, Initiative #aufstehn

MODERATION:

Klaus Unterberger, ORF Public Value

Mittwoch, 15. Mai 2019, 19.00 Uhr
ORF RadioKulturhaus, Studio 3
Argentinierstraße 30a, 1040 Wien


Anmeldungen an praesentation@orf.at oder telefonisch unter (01) 878 78-14384

Das ORF-DialogForum wird auf zukunft.ORF.at live gestreamt und in ORF III zeitversetzt gesendet.


Präsentation des
ORF-"Public Value Report"
2018/19, Band II,
"Der Auftrag 2019 - für Europa".

Es wird darauf hingewiesen, dass am Veranstaltungsort Fotos und/oder Videos angefertigt werden und diese im Zusammenhang mit der Veranstaltung zeitlich, örtlich und sachlich unbeschränkt genutzt werden können.


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2019-04-05

Treffen im Rahmen des EBU-Projekts im ORF-Zentrum

Im Rahmen des EU-Projekts "Empowering Society - Public Service Media in the Western Balkans" trafen am Mittwoch, dem 3. April 2019, Delegierte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten der Westbalkan-Länder im ORF-Zentrum mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskanzleramts, der Regulierungsbehörde, des Public-Value-Beirats und der ORF-Gremien zu einem internationalen Workshop zusammen. Das von der EU gegründete Projekt zur Unterstützung von Public Service Media im Westbalkan hat das Ziel, zur Reform und Entwicklung von Public Service Media in der Region beizutragen und deren Fähigkeiten zu stärken, vielfältige, unabhängige und verlässliche Inhalte zu produzieren.

ORF-Projektleiter und Public-Value-Beauftragter Dr. Klaus Unterberger: "Internationale Kooperation ist für den ORF eine Selbstverständlichkeit. Im Zuge des Projekts 'Empowering Society - Public Service Media in the Western Balkans' beraten wir die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten der EU-Bewerberstaaten. Der ORF leistet dabei einen wesentlichen Beitrag im Bereich der Digitalisierung der Archive, die in ganz Europa das audiovisuelle Gedächtnis der Staaten darstellen."

Die Teilnehmer dieses Projekts sind die sechs Public Service Media in Albanien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien. Der ORF unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit der International Federation of Journalists (IFJ), der European Broadcasting Union (EBU), der European Federation of Journalists (EFJ), der Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) und der Eurovision News Exchange for South-East Europe (ERNO).

Fotorechte: ORF/Hubert Mican

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2019-03-26

Wie sollen öffentlich-rechtliche Medien ihren demokratiepolitischen Auftrag wahrnehmen? Was bedeutet Qualitätsjournalismus in Zeiten von Fake News? Die Public Value Lectures bieten die Möglichkeit, medienpolitische Fragestellungen mit Studierenden zu diskutieren und das Bewusstsein für Medienqualität zu stärken.

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die FHWien der WKW in Kooperation mit dem ORF eine Public Value Lecture unter dem Titel: "Media & Democracy." Mit dem Ziel das Bewusstsein für Qualitätsjournalismus unter jungen Menschen zu stärken werden Expert/innen aus Wissenschaft und Medien eingeladen, um mit Studierenden über medienpolitische Fragen und die Herausforderungen für den Journalismus zu diskutieren. "Die Mediennutzung hat sich in den letzten Jahren durch die Digitalisierung stark verändert. Gesellschaftlich relevante Medieninhalte werden dabei nach wie vor besonders von öffentlich-rechtlichen Medienanbietern wie dem ORF recherchiert, professionell aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Sich über diesen Mehrwert bewusst zu werden und den Dialog zwischen Studierenden, Nutzer/innen und Expert/innen zu fördern, war und ist der Grundgedanke der Public Value Lectures an der FHWien der WKW.", Gisela Reiter, Research & Teaching Associate der FHWien der WKW.

Im Rahmen der letzten Veranstaltung am 18.März wurde der Fokus auf "Media Literacy statt Fake News - Die Europawahlen 2019 im österreichischen Rundfunk" gelegt. Eingeladen wurden dabei Oliver Ortner, ORF2 Channelmanagement, Konrad Mitschka, ORF Public Value, und Gisela Reiter, um im Vorfeld der Europawahlen mit den Studierenden unter anderem über redaktionelle Abläufe und Regeln bei Nachrichtenformaten wie der "Zeit im Bild" zu diskutieren. Darüber hinaus bat die European Media Literacy Week von 18. bis 22. März Anlass für die Themensetzung der Public Value Lecture. Diese Initiative der Europäischen Kommission soll die gesellschaftliche Bedeutung von Medienkompetenz in einer zunehmen digitalisierten (Medien-) Welt unterstreichen und entsprechende Projekte fördern.

Digitalisierung stand auch bei der ersten Public Value Lecture an der FHWien der WKW im Jänner diesen Jahres im Mittelpunkt. Günter Ogris, Leiter des SORA Instituts, präsentierte dabei die Ergebnisse des "Demokratiemonitors", ein sozialwissenschaftliches Umfragemodell, bei dem die Demokratie relevanten Einstellungen der Österreicher/innen erhoben und analysiert wurden. Das Ziel sei es gewesen, "die Demokratie in Österreich zu stärken, indem öffentliche Diskussionen angestoßen werden, Bewusstsein gebildet und praktische Maßnahmen angewendet werden.", so Günter Ogris. Auch in der vom ORF Public Value in Auftrag gegebenen Studie "Der Auftrag: Demokratie", beobachtet Ogris den Zusammenhang zwischen dem öffentlich-rechtlichen ORF und der Demokratie und schlägt Strategien zur Stärkung des Demokratiebewusstseins vor.

Fazit der beiden Diskussionsveranstaltungen: Ein hohes Maß an Medienkompetenz ist im digitalen Zeitalter ein Schlüsselfaktor für eine lebendige und moderne Demokratie. Die Public Value Lectures werden daher weiterhin aktuelle medienpolitische Fragestellungen aufgreifen, Bewusstsein für Qualitätsjournalismus stärken und den regen Austausch mit angehenden Journalist/innen fördern.

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2019-03-21

In einem komplett neuen Look & Feel präsentiert sich die ORF-TVthek seit dem 19. März 2019 ihren Userinnen und Usern: Die erfolgreichste österreichische Videoplattform zeigt sich ab sofort in einem erneuerten, modernen, von klaren Linien und Strukturen dominierten und responsiven Design. Auch zahlreiche Services wurden im Zuge des Relaunchs optimiert, neue Zusatzfeatures in das Angebot integriert. Damit bietet die ORF-TVthek das gesamte Angebotsspektrum des ORF-Fernsehens und alle TV-Genres von Information und Sport über Kultur bis Unterhaltung in einer für die Userinnen und User noch attraktiveren Form und mit weiter optimierter Usability an.

Die Neuerungen im Überblick

1. Modernisierung des Designs
2. Optimierte Usability
3. Noch mehr Österreich
4. Mehr Live-Streams
5. Verstärkte Personalisierung
6. Neue Rubriken "Im Fokus", "Letzte Chance"
7. Verbesserte Barrierefreiheit
8. Top-Promotion für ORF-Programm
9. Mehr Videoarchive in "History"
10. Ausbau des Restart-Services

1. Modernisierung des Designs

Der modernisierte Look der ORF-TVthek setzt auf prominent platzierte Teaserbilder inklusive Clips via Mouseover im Web als auch auf bewegte Highlight-Teaserbilder in der App und auf einen größeren Player. Gemeinsam mit dem responsiven Design ermöglichen diese Maßnahmen den Userinnen und Usern eine intuitive Orientierung. Die neue, dunkle Hintergrundfarbe bringt die Farben zum Strahlen. Die Inhalte quer durchs ORF-TV-Programm werden übersichtlich und plakativ mit hohem Bildanteil in großzügigen Formaten präsentiert.

Die Grids mit bewegten Teaserbildern bzw. Vorschau-Video-Clips via Mouseover sind eine Neuerung, die die Attraktivität des Contents zusätzlich steigert. Auch die Bildqualität der Teaserbilder selbst wird durch ein größeres Format und eine verstärkte Strahlkraft verbessert, Beiträge sind über Bilder intuitiv direkt ansteuerbar.

Der neue Web-Player ist außerdem mit nunmehr 874 x 491,63 Pixel inklusive Controls wesentlich größer dimensioniert als bisher.

2. Optimierte Usability

Der Video-Content wird sowohl auf der neu gestalteten Startseite mit den groß präsentierten Top-Highlights und den darunter positionierten thematischen Lanes mit Empfehlungen in Grid-Design als auch innerhalb der einzelnen Rubriken und Lanes übersichtlicher und komfortabler präsentiert. Klare Linien und Betitelungen der Rubriken, eine übersichtliche Struktur sowie die illustrative Präsentationsform der Videos erleichtern die Customer Journey durch den Content.

Die Navigation ist - auch auf Basis von Zugriffsanalysen - ebenfalls reorganisiert worden. Deutlich abgeschlankt bietet sie dem Publikum nunmehr direkten Zugang zu wichtigen Bereichen der Website. Außerdem wird die bereits bestehende Favoritenfunktion nunmehr auch prominent in der Navigation angeboten. Damit können die Userinnen und User ihre Lieblingssendungen noch schneller und bequemer als bisher auswählen.

Mit der weiter optimierten Suche wird man in den meisten Fällen bereits im Flyout durch gezielte Suchvorschläge fündig. Die Suchergebnisseite liefert nützliche Filter und weitere Treffer. Wer nach Sendungen suchen will, der kann dies in der Übersicht "Sendung verpasst" tun, die sich in einer modernisierten Darstellungsform präsentiert. Alle "Sendungen von A-Z" sowie Sendungskategorien sind außerdem über ein gemeinsames Flyout ansteuerbar, womit überflüssige Klicks entfallen.

3. Noch mehr Österreich

Das Programm der ORF-Landesstudios wird ab sofort in der neuen sogenannten "Österreich-Bühne" noch prominenter präsentiert: Direkt unter den Top-Highlights aus dem nationalen ORF-TV-Programm werden auf der Startseite der Videoplattform in einem Grid aktuelle Sendungen bzw. Berichte aus den Bundesländern empfohlen.

Die regionale Berichterstattung bekommt damit einen noch höheren Stellenwert direkt auf der Startseite, da die Aufmerksamkeit des Publikums verstärkt auf regionale Highlights, Landesstudio-Produktionen, "Bundesland heute"-Sendungen, aber auch die ORF-2-Daytime oder Dokus wie "Erlebnis Österreich" oder "Österreich Bild" etc. gelenkt wird.

4. Mehr Live-Streams

Der Live-Streaming-Bereich wird ebenfalls aufgewertet und übersichtlicher und klarer gestaltet: Eine "Live"-Lane mit Teaserbildern auf der Startseite informiert jederzeit aktuell über die derzeit laufenden bzw. nächsten Live-Streams der vier ORF-TV-Sender. Infos zu weiteren demnächst startenden Live-Streams können durch einen Klick abgerufen werden, eine Unterseite zeigt noch detailliertere Auflistungen.

Inhaltlich wird v. a. das Serviceangebot "Live Spezial" (zusätzlich und ergänzend zur tagesaktuellen TV-Berichterstattung vom ORF oder von der APA produzierte Live-Videoaufnahmen in Form von unkommentierten Zusatz-Live-Streams) um weitere Pressekonferenzen und Veranstaltungen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport etc. ausgebaut.

Außerdem können die unkommentierten "Live-Spezials" von der Redaktion ab sofort sowohl als Top-Highlight auf der Startseite als auch auf der Live-Übersichtsseite integriert werden, womit ein verbesserter und schnellerer Blick auch auf dieses Angebot ermöglicht wird.

5. Verstärkte Personalisierung

Erstmals können Userinnen und User der ORF-TVthek sowohl im Web als auch am Smartphone und Tablet individuell ihre persönlichen Wunschthemen in jeder möglichen und jederzeit änderbaren Kombination ranken, womit - neben der Favoritenfunktion - eine verstärkte Personalisierung möglich wird.

Es stehen die acht Themen-Lanes Filme & Serien, News, Dokus & Magazine, Leben & Lifestyle, Kultur, Sport-Highlights, Wirtschaft sowie Shows & Stars zur Verfügung.

6. Neue Rubriken: "Im Fokus", "Letzte Chance"

"Darüber spricht Österreich" lautet das Motto der neuen Rubrik bzw. Themenseite "Im Fokus". Playlists mit Videos zu großen aktuellen Themen, die die Nation beschäftigen - vom Brexit bis zur Karfreitags-Diskussion, sowie auch ORF-Unternehmens- und -Programmschwerpunkte wie "Bewusst gesund" werden hier zusammengestellt. Auch bei "Im Fokus" werden auf der Startseite die Top-Highlights in Grid-Bildern präsentiert, eine Unterseite zeigt dann das gesamte verfügbare Themenangebot.

Ein weiteres neues Feature ist die Lane "Letzte Chance" auf der Startseite, die auf Programmhighlights aufmerksam macht, die auf Grund der 7-Days-Catch-Up-Regel nur noch für kurze Zeit als Video-on-Demand auf der ORF-TVthek zur Verfügung stehen.

Die Rubrik "Meistgesehen" weist außerdem wie schon bisher die am stärksten abgerufenen Videobeiträge aus.

7. Verbesserte Barrierefreiheit

Die Frontend-Programmierung der ORF-TVthek orientiert sich sowohl an den WCAG 2.0-Richtlinien als auch an deren Umsetzungsweise im ORF.at-Netzwerk, womit beim Publikum Brüche im Nutzungserlebnis vermieden werden.

Barrierefreie Angebote werden nun deutlicher und an mehreren Stellen präsentiert, womit sie noch schneller und einfacher abrufbar werden: So werden ÖGS-Sendungen in einer eigenen Spalte in der Rubrik "Sendung verpasst" aufgelistet, Direktlinks zu Sendungen mit Gehörlosenservice (ÖGS und UT) und zu Sendungen mit Audiodeskription (AD) stehen sowohl im Flyout "Sendungen von A - Z" als auch auf der Seite "Sendungen nach Kategorien" zur Verfügung und es bestehen Filtermöglichkeiten nach Sendungen mit Gehörlosenservice (ÖGS und UT), Audiodeskription (AD) und Transkripten auf der Suchergebnisseite.

Auch inhaltlich soll das umfangreiche barrierefreie Angebot in Zukunft schrittweise weiter ausgebaut werden. Derzeit sind bereits knapp 50 Prozent aller Sendungen auf der ORF-TVthek mit Untertiteln (ca. 100 Sendungen aus allen Programmgenres), Österreichischer Gebärdensprache ("Zeit im Bild", Wetter, "konkret", "Bürgeranwalt", Parlamentsübertragungen), Audiodeskription (v. a. Filme, Serien, Sportübertragungen) oder Transkripten (acht Sendungen) versehen, und auch bei einigen Videoarchiven werden Untertitel bereitgestellt.

8. Top-Promotion für das ORF-Programm

Wer wissen will, was in nächster Zeit an Highlights im ORF läuft, in die nächste Folge seiner Lieblingsserie hineinschnuppern will, oder sich über die großen Programmschwerpunkte der kommenden Wochen informieren will, kann dies in der neuen Startseiten-Rubrik "Demnächst im ORF-Fernsehen".

Hier erlauben Trailer einen ersten Blick auf neue Sendungen und Sendereihen oder neue Folgen, TV-Events wie "Dancing Stars", oder große Unternehmens- und Programmschwerpunkte wie "Bewusst gesund", "Mutter Erde" und Zeitgeschichte-Specials.

9. Mehr Videoarchive in "History"

Die zeit- und kulturhistorischen ORF-TVthek-Videoarchive sind von nun an unter "History" zu finden, wurden im Look & Feel der tagesaktuellen ORF-TVthek angeglichen und sind in drei klar positionierte Aufmacher-Themen sowie inhaltlich zusammenhängende Lanes zu den Themenblöcken Zeitgeschichte, Geschichte unserer Bundesländer, Politik und Wirtschaft, Religion, Fernseh- und Mediengeschichte, Volksgruppen sowie Österreichische Traditionen und Popkultur strukturiert.

Auch inhaltlich wird "History" deutlich ausgebaut: Wenige Tage vor dem Relaunch der ORF-TVthek wurde mit "Volksgruppen in Österreich" das inzwischen 34. Videoarchiv online gestellt. Das Archiv enthält von den ORF-Landesstudios ausgewählte Videobeiträge und die Besonderheit, dass alle Beitragstexte zweisprachig angeboten werden. Inhaltlich widmen sich die Beiträge in diesem Archiv den sechs autochthonen Volksgruppen der Burgenlandkroaten, Roma, Slowaken, Slowenen, Tschechen und Ungarn in Österreich. Die bewegte politische Geschichte - von der Verfolgung unter der NS-Terrorherrschaft bis hin zum Kampf um Anerkennung - wird ebenso beleuchtet wie gegenwärtige Errungenschaften und anhaltende Konfliktherde. Porträts wichtiger Minderheitenvertreter, gepflegte Traditionen sowie besondere Feierlichkeiten geben einen Einblick in die Lebenswelt von Volksgruppenangehörigen.

Für 2019 sind darüber hinaus als weitere neue Videoarchive "80 Jahre Ausbruch II. Weltkrieg", "Österreichs Sportlegenden" und "Die Geschichte der Wissenschaft" sowie u. a. die Erweiterung des bereits bestehenden Archivs zur "Geschichte der EU" anlässlich der EU-Wahlen geplant.

10. Ausbau des Restart-Services

Auch das erst vor Kurzem um die "Bundesland heute"-Sendungen, Sendungen in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) sowie Volksgruppensendungen erweiterte "Restart"-Service wird schrittweise weiter ausgebaut.

Bei "Restart" handelt es sich um eine Funktion, die es erlaubt, bereits laufende ORF-TVthek-Live-Streams neu von Beginn an zu starten.

Das Rollout der neuen ORF-TVthek

Die neue ORF-TVthek ist ab sofort via Web, Mobil-Apps (Android und iOS für Smartphones und Tablets) und ORF Smart (HbbTV-Angebot des ORF) verfügbar.

Das Rollout für weitere Plattformen, und zwar Smart-TV-Apps (z. B. für Samsung- und LG-Geräte), Apps für Kabelnetze sowie Apple TV, Android TV und Amazon Fire TV, und für die ORF-TVthek-App im ÖBB-WLAN-Portal folgt im zweiten und dritten Quartal 2019.

Technische Performance

Auch die technische Leistungsfähigkeit der ORF-TVthek wurde für den Relaunch durch Erweiterung und Optimierung ihrer Infrastruktur ausgebaut und verbessert. Performance-Engpässe, die in der Vergangenheit durch starke Zugriffssteigerungen bedauerlicherweise immer wieder entstanden sind, sollen so für die Zukunft vermieden werden.

Die neue ORF-TVthek wurde für die Nutzung der modernen und am weitesten verbreiteten Browser Chrome, Safari, Firefox und Edge auf mobilen und Desktop-Betriebssystemen optimiert. Die ORF-TVthek unterstützt aber für alle Grundfunktionalitäten auch weiterhin den Internet Explorer 11 auf Windows 7, weil noch viele Österreicherinnen und Österreicher zu Hause und am Arbeitsplatz auf diesen Browser angewiesen sind.

Es stehen auf der ORF-TVthek weiterhin vier Qualitätsstufen der Übertragung zur Auswahl: "niedrig" (180 kbit/s | 1,35 MB /min | 81 MB/h), "mittel" (1000 kbit/s | 7,5 MB/min | 450 MB/h), "hoch" (2000 kbit/s | 15 MB/min | 900 MB/h) und "sehr hoch" (3200 kbit/s | 24 MB/min | 1440 MB/h). Wenn man die Qualitätsstufe nicht selbst auswählt, liefert das adaptive Streaming automatisch stets die beste, im jeweiligen Netz verfügbare Qualität.

Nach dem Relaunch der ORF-TVthek sind im Laufe des Jahres 2019 darüber hinaus jedoch auch in puncto Übertragungsqualität neue Angebote, und zwar in UHD-Qualität, geplant: Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt zur Fußball-WM, bei dem die ORF-TVthek als Ausspielplattform diente, sollen 2019 weitere Sendungen in UHD verfügbar gemacht werden - zum Beispiel Sport-Live-Streams oder Dokumentationen wie "Universum".

Das Team

Der Relaunch der ORF-TVthek wurde von der in der Technischen Direktion unter Direktor Ing. Michael Götzhaber angesiedelten Hauptabteilung Online und neue Medien unter der Gesamtleitung von ORF-Onlinechef Thomas Prantner durchgeführt.

Die redaktionelle Umsetzung lag bei der ORF-TVthek-Redaktion (Leitung Lisa Zuckerstätter und Mag. Eva Reiter-Kluger), die technische Umsetzung übernahmen Ing. Christian Eder (Technischer Leiter ORF-TVthek), Dipl.-Ing. (FH) Philipp Ridwald, Stefan Lauterer (ORF ON) und Wolfgang Wichtl (Technische Direktion), Entwicklung der Apps Mag. Alexandra Fida (Leitung) und ihr Team, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Petra Höfer (Leitung) und ihr Team, Design und Grafik Mag. Michael Huber. Extern unterstützt wurde das Relaunchprojekt außerdem von Mag. Konstanze Wagenhofer (konzeptionelle Begleitung) sowie technisch von den Firmen Exozet, Protas, NOUSdigital und BearingPoint.

Über die ORF-TVthek

Die im November 2009 gelaunchte ORF-TVthek ist die erfolgreichste österreichische Videoplattform und bietet ein mehr als 200 Sendungen umfassendes, umfangreiches Live-Stream- und Video-on-Demand-Angebot aller Programmgenres und aller ORF-TV-Sender. Hinzu kommen inzwischen 34 Videoarchive zu den unterschiedlichsten kultur- und zeithistorischen Themen, Additional Contents wie z. B. Langfassungen von Interviews sowie unkommentierte Live-Streams von Pressekonferenzen etc.

Zahlreiche Zusatzfeatures wie die "Restart"-Funktion bei bereits laufenden Live-Streams, Videos auch in HD-Qualität, oder Video-on-Demand-Highlights quasi in Echtzeit (also noch während die Sendung oder Live-Übertragung läuft), machen die TVthek noch interessanter.

Mit 1,466 Mio. Userinnen und Usern pro Monat (ÖWA Plus 1. Qu. 2018) und 7,4 Mio. Visits im Monatsschnitt 2018 (interne Statistik) wird die Videoplattform ORF-TVthek intensiv genutzt. Die ORF-TVthek und Videos auf anderen ORF.at-Sites verzeichneten 2018 pro Monat im Schnitt gemeinsam 12,0 Mio. Nettoviews (zusammenhängende Nutzungsvorgänge), 35,9 Mio. Bruttoviews (Videostarts) und ein Gesamtnutzungsvolumen von 161 Mio. Minuten.

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Public Value Bericht: Der Auftrag 2019 für Europa
Wie erfüllt der ORF seinen Auftrag? Welche Perspektiven auf Europa eröffnet der ORF dem Publikum? Wie verstehen ORF-Mitarbeiter/innen den öffentlich-rechtlichen Auftrag? Und was erwarten Außenstehende aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vom ORF? "DER AUFTRAG 2019 - für Europa" gibt Auskunft. [mehr]

Public Value Report: The Mission 2019 for Austria
What can the audience expect from ORF in 2019? How will the ORF accomplish its mission for society with regard to new challenges? And how do experts from science, culture and civil society define this mission? The Public Value Report 2018/19 Part I “The MISSION 2019” provides DIVERSITY, TRUST and RESPONSIBILITY for Austria.
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The secret of the colors
ORF Public Value is defined by five quality dimensions and 18 performance categories. They are derived from the ORF Act, the ORF programme directives, the ORF guiding principles and current requirements in the society and media developments. [more]