DE | EN
DE | EN

Studie »Der Auftrag: Demokratie« - Die Zusammenfassung

Zentrale Erkenntnisse und Forderungen der Studienautor/innen zusammengefasst


Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Die Frage, wie Medien damit umgehen und welchen Beitrag sie zum Gelingen einer funktionierenden demokratischen Öffentlichkeit leisten, ist dabei von zentraler Bedeutung. Das gilt vor allem für öffentlich-rechtliche Medien, die mit ihren Funktionsaufträgen einen „Vertrag mit der Gesellschaft“ eingehen, der nicht einem kommerziellen Geschäftsmodell, sondern einem „Public Service“ entspricht. Dabei steht –auch im digitalen Zeitalter – nicht das Ziel im Vordergrund, Rendite für Shareholder, sondern Public Value für Bürger/innen zu schaffen. Dieser unterscheidbare Sinn und Zweck öffentlich-rechtlicher Medien wird durch die Entwicklungsdynamik der digitalen Kommunikationstechnologien radikal herausgefordert: Worin besteht „digitaler Mehrwert“, der nicht nur die Aktien in die Höhe treibt, sondern auch den Nutzen für die Gesellschaft? Wie können sich (öffentlich-rechtliche) Medien den Rahmenbedingungen der digitalen Welt anpassen? Müssen sie standhalten oder dagegenhalten? Und nicht zuletzt: Was bedeutet „digitale Demokratie“?

Diese Fragen wurden in der Public-Value-Studie des ORF „Der Auftrag: Demokratie“ von folgenden Wissenschafterinnen und Wissenschaftern
behandelt:

Bernd Holznagel (Universität Münster) behandelt den Demokratieauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch die Internetkommunikation.
Claudia Ritzi (Universität Trier) analysiert die Wirkung, aber auch die Chancen für öffentlich-rechtliche Medien im Zeitalter der Postdemokratie.
Stephen Cushion (Cardiff University) befasst sich mit dem demokratischen Wert von Information und Nachrichten.
Günther Ogris, Florian Oberhuber, Martina Zandonella (SORA) stellen ein neues sozialwissenschaftliches Modell, den „Demokratiemonitor“, vor und erörtern seine Optionen für den ORF.
Stefan Rappenglück (Hochschule München) thematisiert die Frage der politischen Bildung im digitalen Zeitalter.
Christian Fuchs (University of Westminster) entwickelt Grundlagen für eine digitale Demokratie und entwickelt konkrete Vorschläge, wie sie in den Programmen öffentlich-rechtlicher Medien umgesetzt werden könnten.