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Transformation zum Demokratiemagazin

Susanne Schnabl & Wolfgang Wagner, Report


Hinter die politischen Kulissen zu schauen, Zusammenhänge zu erklären, diese einzuordnen und tiefere Einsichten in gesellschaftliche Entwicklungen zu vermitteln, das ist die Kernkompetenz des „Report“. Das erwartet unser Publikum, dafür steht die Marke, das ist der gemeinsame Spirit des Sendungsteams. Dienstag, 21.05 Uhr – ein Fixpunkt des linearen Fernsehens. Natürlich, ein Teil des Publikums streamt die Sendung. Und wenn ein Studiogespräch zum Aufreger wird, zum Beispiel die Aussage des damaligen Innenministers Kickl, das Recht habe der Politik zu folgen, explodieren die Kommentare am Second Screen, auf Twitter oder Facebook und am nächsten Tag die Abrufzahlen in der TVthek. Aber das allein wird dem „Report“ nicht seinen Stellenwert im digitalen Wandel sichern.

Es wird darauf ankommen, dem Publikum die Wichtigkeit, ja Unverzichtbarkeit von seriöser, objektiver, kompetenter politischer Hintergrundinformation so zu beweisen, dass der „Report“ auch künftig in der digitalen Unendlichkeit sein Publikum findet und vice versa –aufgrund seiner Relevanz – auch gezielt gesucht und gefunden wird. Ziel ist es, den Usern, Followerinnen, kurzum dem digitalen Publikum, verständlich zu machen, das politische Geschehen durch den „Report“ besser einordnen und bewerten zu können. Daher ist Teil dieser Transformation, die Sendung nicht mehr nur als Politikmagazin zu verstehen, sondern auch als Demokratie- und Transparenzmagazin. Deswegen haben wir das Publikum in die Sendung „reingeholt“, in Diskussionsrunden, die wir auf Basis von Meinungsforschung erstellt haben. Deswegen haben wir 50 Seherinnen und Sehern erklärt, wie unsere Sendung entsteht und diese Dialoge als Beitrag gesendet. Und deswegen haben wir gerade den „Report-Werkstatt-Podcast“ gestartet, in dem die Gestalter*innen im Gespräch mit Julia Ortner ihre Arbeitsweise erläutern und in dem wir auf Fragen des Publikums eingehen. Denn nur wenn wir das Vertrauen unseres Publikums behalten, wird es uns im digitalen Wandel begleiten. Und nur so wird die journalistische Spezies „TV-Politik-Magazin“ eine Existenzberechtigung haben, weil es genug Menschen gibt, die darauf vertrauen, dass sie von diesem Redaktionsteam verlässlich informiert werden.


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