Service: Wie kann der ORF psychische Gesundheit fördern?
Eine Befragung von 7.000 Schüler:innen ergab, dass 67 % depressive Symptome und 27 % suizidale Gedanken haben. Der österreichische Rundfunk hat im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit gerade junger Menschen sein unterstützendes Angebot ausgeweitet; insbesondere die Radioprogramme FM4 und Hitradio Ö3 richteten „Mental Health Days“ aus bzw. unterstützten diese. Ö3-Moderatorin Susi Zuschmann:
„Der Ö3-Mental-Health-Talk spricht junge Menschen dort an, wo sie in ihrem Alltag stehen: In einem Spannungsfeld zwischen Prüfungs- und Arbeitsstress, Zukunftsfragen und Ängsten, hohen Erwartungen und Vorurteilen, der ständigen Vergleichbarkeit auf Social Media oder auch dem Gefühl, immer funktionieren zu müssen. Viele erleben Druck, Selbstzweifel oder Erschöpfung, wissen aber oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. Der Talk setzt genau hier an. Gemeinsam mit der Psychologin Elke Prochazka und dem Psychologen Alexander Tiesenhausen besprechen wir auf Ö3 jeden Dienstagabend von 22 Uhr bis Mitternacht, was hinter Stress, Angst oder innerer Leere steckt – und das ohne zu dramatisieren oder zu belehren. Wir sprechen über Diagnosen wie ADHS und Zwänge, verzichten dabei aber bewusst auf komplizierte Fachsprache. Stattdessen gibt es klare Antworten auf Fragen, die viele beschäftigen. Mentale Gesundheit darf kein Tabuthema sein, kein Ausnahmezustand und wir versuchen in der Sendung zu vermitteln, dass Reden hilft – und zwar immer. Der gesellschaftliche Mehrwert des Ö3-Mental-Health-Talks liegt in der Nähe zur Lebensrealität junger Menschen und dem breiten und niederschwelligen Kontakt über die Ö3-Kanäle. Laut Ö3-Jugendstudie 2025 würden 69 % der 16–25-Jährigen nicht zögern, sich Unterstützung und Hilfe zu holen, wären sie mit psychischen Problemen konfrontiert. Da allerdings immer noch 31 % der GenZ denken, dass sie mit psychischen Problemen allein fertig werden müssen, kann der Ö3-Mental-Health-Talk ein erster Schritt sein, für Orientierung und Selbstreflexion zu sorgen. Und für den Mut, sich Unterstützung zu holen.“
Das ganze Interview mit Susi Zuschmann finden Sie hier:
Im Zusammenhang gerade mit Gesundheitsthemen gilt für öffentlich-rechtliche Medien aber das Gebot besonderer Achtsamkeit, wie das etwa auch Christian Haslinger und Maria Mayrhofer in ihrem
Beitrag „Ein resilienter ORF für eine wehrhafte Demokratie“ im Zusammenhang mit der Verpflichtung zur Ausgewogenheit fordern.
„Ausgewogenheit ist nicht ohne Grund eine Grundanforderung für uns Bürger_innen. Jedoch wird die Kategorie „Ausgewogenheit” ad absurdum geführt, wenn extremen Positionen oder Verschwörungsmythen gleich viel Raum gegeben wird wie wissenschaftlich fundierten Fakten – nur um „ausgewogen” zu berichten. Besonders problematisch ist das etwa bei Themen wie Klimawandel, Gesundheit oder Migration. Lädt der ORF Menschen mit extremen Positionen in Diskussionssendungen ein, können sie dort ihr Gedankengut oder Falschnachrichten ungehindert an ein großes Publikum verbreiten – und im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden.“
Service als Public Value-Kategorie
Die Kategorie "Service" legt die ORF-Leistung u.a. zu Lebenshilfe, Konsumentenschutz & Beratungssendungen oder Verkehrsservice dar. Die Kategorie gründet u.a. auf folgenden Passagen aus
ORF-Regulativen:
ORF-Gesetz
§ 4. (1) Der Österreichische Rundfunk hat für die Information über Themen der Gesundheit und des Natur-, Umwelt- sowie Konsumentenschutzes unter Berücksichtigung des Verständnisses über die Prinzipien der Nachhaltigkeit zu sorgen.
ORF-Qualitätsprofil
Der Anspruch der Service- und Infosendungen ist es, die unmittelbare Lebenswelt in Österreich abzubilden und Tipps und Anregungen für das tägliche Leben zu bieten.
ORF-Leitbild
Der ORF bietet objektive, vertrauenswürdige und zuverlässige Information sowie vielfältige Serviceangebote für die Bewältigung des Alltags.
Zahlen & Daten
Im Folgenden finden Sie beispielhafte Zahlen, die die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags bzw. die damit verbundene Medienqualität dokumentieren. Weitere Informationen können Sie dem Jahresbericht des ORF an Bundeskanzler und Regulierungsbehörde, dem Transparenzbericht, dem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie den Berichten zur Gleichstellung, dem Aktionsplan zu Barrierefreiheit oder dem Jahres- und Konzernabschluss des ORF entnehmen.
Beispielhafte Zahlen
Konsumentenschutz
"Konkret" - Top 3
| Sendungsname |
Sender |
Datum |
Tsd. |
| Studiogespräch |
ORF 2 |
01.04. |
394 |
| Teurer Alltag begleitend zur Umfrage |
ORF 2 |
26.05. |
341 |
| Neuer Ford macht Probleme |
ORF 2 |
27.05. |
304 |
"Bewusst gesund" - Top3
| Sendungsname |
Sender |
Datum |
Tsd. |
| Studiogespräch mit Prim. Dr. Johannes Zeiler-Meraner, Psychiater |
ORF 2 |
11.01. |
405 |
| Verstecktes Natrium |
ORF 2 |
04.01. |
404 |
| Gespräch Myokarditis |
ORF 2 |
15.02. |
363 |
Verkehrsinformation
ORF Verkehrsredaktion
| Meldungen pro Jahr |
1,25 Mio. |
| Verkehrseinstige im Jahr 2025 in allen ORF-Radioprogrammen |
159.000 |
| Verkehrseinstige im Jahr auf Ö3 |
26.000 |
| Verkehrseinstiege im Jahr in den Regionalprogrammen |
133.000 |
Ö3-Geisterfahrerstatistik
| Geisterfahrer-Meldungen im Hitradio Ö3 2025 |
425
Anstieg von 2024 um 25 Meldungen (6%) |
| Steiermark |
84 Meldungen |
| Niederösterreich |
77 Meldungen |
| Kärnten |
93 Meldungen |
| Oberösterreich |
69 Meldungen |
| Tirol |
25 Meldungen |
| Salzburg |
26 Meldungen |
| Burgenland |
16 Meldungen |
| Vorarlberg |
24 Meldungen |
| Wien |
11 Meldungen |
Wetter im ORF
| Wettermoderationen im TV |
4.000 |
| Wettereinstige in den zentralen Radioprogrammen |
70 |
| Prognosen auf wetter.ORF.at und im ORF TELETEXT |
11.000 |
| Wetterwarnungen auf Ö3, wetter.ORF.at und ORF TELETEXT |
74 |
| Beiträge für ORF.at |
24 |
Gesundheit auf ORF II
| „Meryns Sprechzimmer“ |
13x |
| „Meryn am Montag“ |
31x |
| „Treffpunkt Medizin“ |
40X |
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