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Was bedeutet ORF fur wirklich alle?

Bürgernähe: Was bedeutet ORF für wirklich alle?

1,5 Millionen Armutsgefährdete gibt es in Österreich. Dieses Faktum wurde von den Studienautor:innen der Studie „Rundfunk für alle?, Larissa Krainer, Josef Seethaler und Andreas Schulz-Tomancok von der Universität Klagenfurt bzw. der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, aufgegriffen und in ihrem Beitrag zum empfohlenen Umgang mit der Gruppe bearbeitet.

Veronika Mauler von ORF-NEWS ist eine der Redakteur:innen, die sich immer wieder mit dem Thema auseinandersetzt bzw. Betroffene in Berichten zu Wort kommen lässt. Sie wurde für ihre Arbeit mit der „Silbernen Medienlöwin“ und dem „Journalismuspreis von unten“ ausgezeichnet. Sie beschreibt den Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien so: „Es ist unsere Aufgabe, nicht nur über, sondern vor allem mit armutsbetroffenen Menschen zu sprechen, ihre Lebensrealität zu zeigen und sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Sie sind selbst die besten Expertinnen und Experten für ihre Situation. […] Es ist die Aufgabe eines öffentlich-rechtlichen Senders, auch jenen eine Stimme zu geben, die keine laute Lobby haben."

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Betroffene kamen auch im ORF-DialogForum zu Wort.
Bürgernähe bedeutet für den ORF schließlich, nicht nur von jenen zu berichten, die im Scheinwerferlicht stehen, sondern auch von den Schattenseiten des Lebens; dorthin zu gehen, wo die Menschen sind und ihre Anliegen zu kommunizieren. In diesem Zusammenhang sind auch die großen ORF-Befragungen zu nennen:

ORF fragt“ mit 80.000 Teilnahemer:innen, die sich zum Status quo der österreichischen Gesellschaft äußern. In Rahmen der Onlinebefragung zwischen 17. September und 8. Oktober kamen auch Anliegen an den ORF vor: 60 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschen sich häufiger Dokumentationen/Reportagen, 43 % ausführliche Berichte und Analysen, 41 % Kurzinformationen, 34 % Themenschwerpunkte, 33 % Interviews oder Diskussionssendungen mit Fachleuten und 17 % Informationen auf Social Media.

Die „Ö3-Jugendstudie“ adressiert einmal jährlich junge Hörer:innen. 71 Fragen wurden in der aktuellen Online-Umfrage, die von 2. März bis 29. März 2026 durchgeführt wurde, von rund 135.00 jungen Menschen in Österreich beantwortet und in zahlreichen Sendungen diskutiert. Aus den Antworten ergibt sich ein klarer Blick auf die Zukunftsängste und Zukunftserwartungen der „Next Generation“.

Bürgernähe als Public Value-Kategorie

Die Kategorie "Bürgernähe" legt die ORF-Leistung u.a. zu Bürgerrechtssendungen, Publikumskontakten und -partizipation sowie Off air-Aktivitäten dar. Die Kategorie gründet u.a. auf folgenden Passagen aus ORF-Regulativen:


ORF-Programmrichtlinien

Relevante Themen und Inhalte sind nicht nur zu kommunizieren, sondern im Sinne der Anregung eines öffentlichen Diskurses sowie persönlicher Reflexionen des Publikums auch kritisch zu würdigen.


ORF-Qualitätsprofil

Bürgernähe bedeutet im Zusammenhang mit Sendungen von Wissenschaft, Service und Lebenshilfe in erster Linie größtmögliche Verständlichkeit für alle Bevölkerungsgruppen. Bei der Erfüllung des Auftrags zur Verbreitung und Förderung von Volks- und Jugendbildung sollen die Angebote des ORF einerseits Prozesse des Lernens im einfachen Wortsinn von begreifen, verstehen und behalten für die Aus- und Fortbildung anregen; sie sollen andererseits - umfassender - anstreben, dass für die Bewältigung des Lebens Hilfe geboten wird, dass soziales und politisches Lernen gefördert werden, dass schließlich die Bildung des Bewusstseins und die Formung der Persönlichkeit unterstützt werden.


ORF-Leitbild

Der ORF handelt unabhängig von politischen Parteien und anderen Interessengruppen und ist ausschließlich seinem Publikum und der Gesellschaft verpflichtet.


Zahlen & Daten

Im Folgenden finden Sie beispielhafte Zahlen, die die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags bzw. die damit verbundene Medienqualität dokumentieren. Weitere Informationen können Sie dem Jahresbericht des ORF an Bundeskanzler und Regulierungsbehörde, dem Transparenzbericht, dem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie den Berichten zur Gleichstellung (ORF Public Value - DOKUMENTE), dem Aktionsplan zu Barrierefreiheit oder dem Jahres- und Konzernabschluss des ORF entnehmen.Konzernabschluss des ORF entnehmen.


Beispielhafte Zahlen

Studien und Befragungen

Über 1.500.000 Menschen sind in Österreich armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. In der Public Value-Studie „Für alle?“ hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften erarbeitet, welche Herausforderungen und Chancen in der Repräsentation und Einbindung von Armutsbetroffenen und ausgrenzungsgefährdeten Personen für den ORF liegen.

27.959 Personen haben sich an der Ö3-Jugendstudie beteiligt. 

Rund 80.000 Menschen haben sich zum Status quo in Österreich bei „ORF fragt“ geäußert.



"Bürgeranwalt" - Top 3

Inhalt Sender Datum Tsd.
Illegaler Lagerplatz Amstetten F. Ettmann ORF 2 04.01. 502
Schneeräumung Pressbaum ORF 2 11.01. 486
Kritik an Raumordnung Fall Obermair ORF 2 29.03. 461



"Am Schauplatz" - Top 3

Inhalt Sender Datum Tsd.
Kampf um Kitzbühel ORF 2 03.04. 651
Beisl am Eck ORF 2 10.04. 580
Pfandsammeln ORF 2 27.11. 568



"Am Schauplatz Gericht" - Top 5

Inhalt Sender Datum Tsd.
Kleinkrieg in Kapellerfeld ORF 2 13.03. 622
Das Millionenerbe ORF 2 13.02. 608
Unangenehme Nachbarschaft ORF 2 23.01. 588
Der verlorene Sohn  - das überraschende Ende eines Familiendramas? ORF 2 16.10. 567
Konflikte am Gartenzaun
&
Muss Schönheit leiden?
ORF 2 26.06. / 13.11. 555



"DialogForum" - Top 5

Inhalt Sender Datum
ORF für wirklich ALLE? ORF III 03.11.
Wie gefährlich ist das Netz? ORF III 13.10.
Wie tickt Österreich? ORF III 27.10.
Under Attack ORF III 11.06.
Wie tickt Österreich? ORF III 24.10.


#bürgernähe



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