Für die ausgeschriebenen Funktionen der Direktoren und Direktorinnen bzw. der Landesdirektoren und Landesdirektorinnen des ORF sind 142 Bewerbungen eingelangt.
Der Stiftungsrat des Österreichischen Rundfunks hat in seiner Plenarsitzung am 11. August 2026 für die Funktionsperiode vom 1. Jänner 2027 bis einschließlich 31. Dezember 2031 Herrn Michael Krön zum Direktor für Programm und Brands, Frau Dr. Angelika Simma-Wallinger, MSc. zur Direktorin für Audience und Plattformen, Frau Mag. Silvia Lieb zur Direktorin für Finanzen und Verwaltung, Herrn Dr. Harald Kräuter zum Direktor für Technologie und Innovation, Herrn Mag. Werner Herics zum Landesdirektor Burgenland, Herrn Martin Weberhofer zum Landesdirektor Kärnten, Herrn Alexander Hofer zum Landesdirektor Niederösterreich, Herrn Klaus Obereder zum Landesdirektor Oberösterreich, Herrn Gerd Schneider zum Landesdirektor Salzburg, Frau Sigrid Hroch zur Landesdirektorin Steiermark, Frau Dott.ssa Esther Mitterstieler zur Landesdirektorin Tirol, Frau Julia Ortner, MA zur Landesdirektorin Vorarlberg sowie Herrn Edgar Weinzettl zum Landesdirektor Wien bestellt.
Der gewählte Generaldirektor Dr. Clemens Pig hat die Vorschläge für die Zusammensetzung seines Teams auf Basis eines mehrstufigen Auswahlverfahrens unter Einbeziehung internationaler externer Personalberater und einer einheitlichen, kriterienbasierten Scorecard erstellt. Die individuelle Bewertung umfasste insbesondere Qualifikation und Berufserfahrung, Management- und Führungskompetenzen, Konzeptqualität sowie die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Direktion bzw. Landesdirektion. Der Stiftungsrat hat die vorgeschlagenen Direktoren und Direktorinnen bzw. Landesdirektoren und Landesdirektorinnen in der Bestellungssitzung befragt, die Vorschläge eingehend erörtert und die genannten Persönlichkeiten mit großer Mehrheit bestellt.
Die neu bzw. wieder gewählten Direktoren und Direktorinnen sowie Landesdirektoren und Landesdirektorinnen zeichnen in ihren Konzepten ein modernes, kollegiales und zukunftsorientiertes Führungs- und Managementverständnis zur gemeinsamen Erreichung der konzernweiten strategischen Unternehmensziele für die Geschäftsführungsperiode 2027 bis 2031.
Die wesentlichen Gründe für die Entscheidung des Stiftungsrats waren, dass der gewählte Generaldirektor die vorgeschlagenen Persönlichkeiten als sein Team präsentiert und dabei insbesondere folgende individuelle Qualitäten berücksichtigt hat, nach denen sie die Anforderungen der ausgeschriebenen Funktion im Vergleich insgesamt am umfassendsten erfüllen.
Michael Krön war 2026 Executive Producer des 70. EUROVISON SONGCONTEST, der 130 Mio. Zuseher und Zuseherinnen und 2,75 Mrd Views im digitalen Bereich erreichte bzw. erzielte. Michael Krön verfügt über langjährige programmwirtschaftliche Erfahrung sowie umfassende Erfahrung in der Führung komplexer Produktions- und Programmprozesse und eine ausgeprägte Umsetzungsstärke. Ausschlaggebend für seinen Vorschlag waren insbesondere seine Verjüngungsstrategie für ORF 1 und seine Neuprogrammierungsstrategie sowie die Verbindung programmstrategischer und wirtschaftlicher Anforderungen.
Angelika Simma-Wallinger überzeugte insbesondere durch ihre langjährige Führungserfahrung, ihre ausgezeichnete strategische Programmkompetenz sowie ihre umfassende Expertise in der Entwicklung und Steuerung von Audience-, Marken- und Content-Strategien. Ausschlaggebend für ihren Vorschlag war zudem ihr konkretes Umsetzungsprogramm für die neu geschaffene Direktion Audience und Plattformen. Sie zeigte eine höhere Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil hinsichtlich Führungsverständnis, analytischer Herangehensweise, strategischer Klarheit und Umsetzungsorientierung.
Silvia Lieb verfügt über langjährige, breite Erfahrung in der finanziellen Gesamtsteuerung großer Medienunternehmen sowie in Restrukturierungs-, Sanierungs- und Transformationsprozessen. Ausschlaggebend für ihren Vorschlag waren insbesondere ihre strategische Management- und Governance-Kompetenz sowie ihr wirtschaftlich schlüssiges Gesamtkonzept, das Konsolidierung mit sozial verantwortungsvoller Führung verbindet. Mit diesem Erfahrungshintergrund erfüllt sie insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende wirtschaftliche Konsolidierung und organisatorische Neuausrichtung des ORF die Anforderungen der Funktion am umfassendsten.
Harald Kräuter bringt als Direktor für Technik und Digitalisierung des ORF langjährige Erfahrung in der Führung großer Technologieorganisationen, der strategischen Weiterentwicklung komplexer Medieninfrastrukturen sowie in den Bereichen Digitalisierung, Cloud, IP und KI mit. Neben seiner breiten Fach- und Führungserfahrung im technischen Broadcasting-Umfeld sowie Erfahrung in der Steuerung komplexer Transformationsvorhaben stellte er insbesondere die Weiterentwicklung der Technologieorganisation, deren Innovations- und Transformationsfähigkeit sowie die Einbindung der technologischen Roadmap in die Gesamtstrategie des ORF umfassender und stärker integriert dar. Ausschlaggebend für seinen Vorschlag waren insbesondere sein zukunftsorientierter Ansatz, seine klaren Prioritäten, seine hohe technische Kompetenz und konkreten Umsetzungsschritte, um Technologie nicht nur zu verwalten, sondern mit neuen technologischen Lösungen weiterzuentwickeln.
Werner Herics hatte die Funktion des Landesdirektors Burgenland bereits inne. Er zeichnet sich durch langjährige gesamtunternehmerische Führungserfahrung und ausgeprägte Managementkompetenz aus. Sein Konzept verbindet genaue Kenntnis des Burgenlands mit strategischem Blick und setzt Schwerpunkte auf Public Value, regionale Nähe, die Ansprache junger Menschen und digitale Auffindbarkeit.
Martin Weberhofer bringt exzellente journalistische Expertise sowie langjährige Führungserfahrung und umfassende Transformationserfahrung mit. Im Vergleich wies er die für die Leitung eines Landesstudios erforderliche Führungs- und Managementerfahrung sowie Erfahrung in der strategischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gesamtsteuerung in höherem Ausmaß nach. Sein Konzept verbindet die regionale Nähe des Landesstudios mit dessen Rolle als Innovationsmotor und einer engen Zusammenarbeit mit den übrigen Regionen und der Zentrale.
Alexander Hofer hatte die Funktion des Landesdirektors Niederösterreich bereits inne. Er verfügt über langjährige Fach- und Führungserfahrung in unterschiedlichen redaktionellen Bereichen des ORF sowie mehrjährige Gesamtverantwortung für das Landesstudio Niederösterreich. Sein Konzept fokussiert auf jüngere Zielgruppen und einen verantwortungsvollen Einsatz von KI sowie die damit verbundenen Veränderungen in Organisation und Arbeitsweise.
Klaus Obereder hatte die Funktion des Landesdirektors Oberösterreich bereits inne. Er vereint langjährige journalistische, programmliche und gesamtunternehmerische Erfahrung mit hoher Kompetenz in Veränderungsprozessen. Sein Konzept verbindet unter dem Leitmotiv „Verlässlich. Regional. Digital.“ den öffentlich-rechtlichen Auftrag mit der Weiterentwicklung von Unternehmenskultur und Führung.
Gerd Schneider verfügt über mehr als 30 Jahre redaktionelle Erfahrung, langjährige Führungserfahrung als Chefredakteur des Landesstudios Salzburg und hohe journalistische Glaubwürdigkeit; als Stellvertreter der Landesdirektorin war er zudem mit übergeordneten strategischen und operativen Themen befasst. Sein Konzept sieht den Ausbau von Programmangeboten für neue Publikumssegmente vor.
Sigrid Hroch verbindet exzellente journalistische Expertise mit langjähriger Führungserfahrung und umfassender Transformationserfahrung. Ihr Konzept setzt Schwerpunkte auf die Ansprache junger Zielgruppen, innovative Programmprojekte und eine konsequente regionale Verankerung.
Esther Mitterstieler hatte die Funktion der Landesdirektorin Tirol bereits inne. Sie zeichnet sich durch journalistische, strategische, technologische und unternehmerische Kompetenz sowie ausgeprägte Transformations- und Umsetzungskompetenz aus. Ihr Konzept verfolgt die digitale Weiterentwicklung des Landesstudios zu einem multimedialen Content Hub.
Julia Ortner bringt langjährige journalistische und multimediale Berufserfahrung sowie nachgewiesene Managementkompetenzen mit. Im Vergleich stellte sie die strategische Weiterentwicklung des Landesstudios zukunftsorientierter und mit konkreteren Transformationsansätzen dar. Ihr Konzept überzeugte insbesondere durch die Verbindung von multimedialer Weiterentwicklung, Audience-Orientierung und Change-Management. Ihr Führungsverständnis sowie ihren Umgang mit Veränderungssituationen, Unternehmenskultur und Mitarbeiterentwicklung stellte sie nachvollziehbar dar und verband ihre journalistische und multimediale Führungserfahrung umfassender mit den künftigen Anforderungen an ein modernes Landesstudio.
Edgar Weinzettl hatte die Funktion des Landesdirektors Wien bereits inne. Er weist langjährige Fach- und Führungserfahrung sowie journalistische, organisatorische und wirtschaftliche Kompetenz auf. Sein Konzept sieht Wien als Motor für unternehmensweite Veränderungen und setzt dabei insbesondere auf die weitere Digitalisierung und die Ansprache jüngerer Zielgruppen.